„Portionsweise Erneuerung“

700.000-Euro-Förderung fürs  Rathausdach

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Für die Sanierung des Rathausdachs bekommt Bremen 700 000 Euro vom Bund.

Bremen - Beste Laune bei Bremens Landeskonservator Georg Skalecki. Grund für seine Freude: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters, hat 700.000 Euro für Bremens Weltkulturerbe, das Rathaus, lockergemacht. Das Geld wird in die Sanierung des Dachstuhls und in die Erneuerung des Dachs gesteckt. 40.000 Euro kommen außerdem der Sanierung der Liebfrauenkirche zugute.

Aber das war noch nicht alles an guten Nachrichten. Der Bremerhavener Uwe Beckmeyer (SPD), Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, berichtete Skalecki, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages am Mittwoch Mittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI für national bedeutende Kulturdenkmäler freigegeben hat. Bremen und Bremerhaven erhalten für vier Projekte insgesamt 290.000 Euro vom Bund.

Von dieser Summe werden 100.000 Euro für die Fassadensanierung des Rathauses Bremerhaven-Lehe genutzt. 60.000 Euro gehen an den Verein „Dampfer Welle“, um das Leitungssystem des historischen Bereisungsdampfers aus der Zeit der Weserkorrektion wieder instandzusetzen, das Antikolonialdenkmal „Elefant“ in Findorff erhält 60.000 Euro. 70.000 Euro gehen an die Stephani-Kirche im Faulenqiartier für die Turmsanierung.

„Dank dieser aus Bundesmitteln bereitgestellten Fördergelder können jetzt wichtige denkmalpflegerische Sanierungsprojekte umgesetzt werden“, freute sich der Landesdenkmalpfleger. Beispiel Rathausdach: Es wird praktisch „portionsweise“ erneuert. Die Handwerker entfernen zunächst eine Bahn Kupferscharen vom First bis zur Traufe und verlegen direkt im Anschluss die neue Plattenreihe. So soll die historische Bausubstanz so weit wie möglich geschont, das Risiko durch möglicher Wasserschäden minimiert werden. Jede Woche werden zwischen 60 und 100 Quadratmeter der 1300 Quadratmeter großen Gesamtfläche erneuert. Damit das neue Dach auch absolut dicht wird, erneuern die Dachdecker auch die aus Bitumenpappe bestehende Unterdecke. Außerdem wird der Dachstuhl saniert.

Die Dachsanierung des Welterbes kostet rund 1,1 Millionen Euro und wird aus dem Etat von Immobilien Bremen finanziert – 700 000 Euro gibt's nun aus dem Denkmalpflegeprogramm. Grund für die Sanierung ist das unkontrollierte Eindringen von Regenwasser in den wertvollen Dachstuhl. Das von 1405 bis 1408 errichtete Alte Rathaus wurde zuletzt 1925 komplett neu eingedeckt. Die Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein. Die grüne Farbe des Kupferdachs wird sich nach Expertenmeinung wohl erst in 20 Jahren wieder einstellen.

gn

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