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20 000 Bremer nutzen Carsharing: Schaefer will 50 000

Flexibel nutzbar – die „Smumo“-Flotte des Carsharing-Anbieters Cambio 2020 auf der Bürgerweide.
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Flexibel nutzbar – die „Smumo“-Flotte des Carsharing-Anbieters Cambio 2020 auf der Bürgerweide.

Bremen – Ohne Corona-Abstandsregeln wäre womöglich eine Polonaise durchs Viertel gezogen, so groß war die Freude, so gut war die Stimmung: Bremens Carsharing-Statistik hat am Freitag für strahlende Gesichter gesorgt – bei jenen, die sich in der Hansestadt für das Auto-Teilen einsetzen.

Jedenfalls nutzen inzwischen 20 000 Bremer das Carsharing. Damit sei das Ziel des Bremer Carsharing-Aktionsplans erreicht; das Ziel, 6 000 Autos zu ersetzen. Das sind beachtliche Werte in einer Stadt mit nach wie vor steigenden Kraftfahrzeug-Zulassungs-Zahlen. Die 20 000 Bremer Carsharing-Kunden indes sorgen dafür, dass „wir mehr Platz auf den Straßen haben“, jubilierte Bremens Umwelt- und Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne). „Ich freue mich sehr, dass wir diesen Meilenstein jetzt erreicht haben.“

Schaefer, einmal in Fahrt gekommen: „Ohne Carsharing hätten wir gut 6 000 Autos mehr auf den Bremer Straßen.“ Denn etwa ein Drittel der 20 000 Sharing-Nutzer habe entweder ein Auto abgeschafft oder keines angeschafft – so geht die Rechnung, und ein Ressortsprecher fügte mit Blick auf die 6 000 fehlenden Wagen an: „Aneinandergereiht sind das mehr als 30 Kilometer Straßenraum, so weit wie vom Bremer Marktplatz bis nach Worpswede.“

„6 000 Autos weniger auf Bremens Straßen“

Und wieder Schaefer: „Wollte man den gleichen Entlastungseffekt des Straßenraums mit Parkgaragen erreichen, müsste man über 100 Millionen Euro investieren.“ Und natürlich, wenn wir diesem Gedankengang folgen, die 6 000 Automobile permanent in den Garagen stehen lassen. Wie auch immer: Schaefer hält Carsharing für eine „effiziente und zeitgemäße“ Lösung. Das Ziel von 20 000 Carsharing-Teilnehmern hatte Bremen anno 2009 in einem Aktionsplan ausgegeben.

Mit seiner Sharing-Strategie und den über die Stadt verteilten „Mobil-Punkten“, an denen die Autos bereitstehen, war Bremen von einer internationalen Jury als Ausstellungsbeispiel für die Weltausstellung 2010 in Shanghai ausgewählt worden. „Der weltweit erste kommunale Fachplan zur Carsharing-Förderung sah eine Vervierfachung des Carsharing in Bremen vor“, so der Ressortsprecher – von 5 000 im Jahr 2009 auf (eben) 20 000 im Jahr 2020. Dann kam Corona, nun aber ist das Ziel erreicht.

Schaefer will Bremer Carsharing weiter ausbauen

Mehr „Mobil-Punkte“ und Sharing-Autos, Einbeziehung von Carsharing in Neubaugebiete, intensive Werbung und Öffentlichkeitsarbeit – all das und einiges mehr brachte die gemeinschaftliche Auto-Nutzung in Bremen beständig voran. In der Hansestadt sind drei Carsharing-Anbieter aktiv. Neben Cambio ist es Flinkster (Carsharing der Deutschen Bahn) und Personal Mobility Center (PMC-Nordwest) in der Nachfolge des norwegischen Anbieters Move About. Mit der Marke „Smumo“ hat Cambio zudem im vorigen Jahr ein nicht stationsbasiertes „Free-Floating“-Angebot eingeführt: Im Gegensatz zum stationären Carsharing muss das Auto dabei nicht wieder genau dort abgestellt werden, wo es abgeholt wurde.

Den 20 000 Bremer Carsharing-Kunden stehen 400 Autos an 125 Stationen zur Verfügung. Schaefer will mehr. Ihr Ziel: 50 000 Carsharing-Nutzer im Jahr 2030.

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