13. „Windforce“-Konferenz vom 9. bis 11. Mai

Branchentreffen: „Erwartungen übererfüllt“

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Werben für die „Windforce“: Umweltsenator Joachim Lohse (v. l.), Irina Lucke und Andreas Wellbrock von der WAB.

Bremerhaven - Von Viviane Reineking. Wenn sich auf der „Windforce“ von Dienstag bis Donnerstag, 9. bis 11. Mai, rund 400 Teilnehmer aus neun Ländern in Bremerhaven über internationale Entwicklungen und konkrete Lösungen der Offshore-Windenergie-Branche austauschen, wird auch ein „Paukenschlag“ für reichlich Gesprächsstoff sorgen.

So bezeichnete Irina Lucke, Vorstandsvorsitzende der Windenergie-Agentur (WAB), die von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für die Offshore-Windenergie. Diese sei demnach die erste der erneuerbaren Energien, die Projekte ohne Bezuschussung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) realisiert. Damit, so die WAB, wurden die Erwartungen an die Kostensenkung deutlich übererfüllt.

Blick auf den Windpark „Butendiek“ in der Nordsee: Ein zügiger Ausbau der Netzinfrastruktur gehört zu den Forderungen der Offshore-Windenergiebranche. Rund 400 Teilnehmer treffen sich zum Austausch auf der 13. „Windforce“ in Bremerhaven.

Der Vorwurf sei immer gewesen: „Wir sind zu teuer“, so Lucke. Das sei nun widerlegt, sagte am Mittwoch vor Pressevertretern Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne). „Die Offshore-Windkraftwerke versorgen den Industriestandort Deutschland rund um die Uhr zuverlässig mit Strom. Und das zukünftig deutlich günstiger, als bisher viele kritische Stimmen für möglich gehalten haben.“ Deshalb sollte die Politik jetzt handeln und den Ausbau der Netzinfrastruktur zügig vorantreiben, forderte auch WAB-Geschäftsführer Andreas Wellbrock.

Schirmherrin der 13.  „Windforce“-Konferenz im Atlantic Hotel Sail City ist Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). Die Themen der Konferenz haben sich im Laufe der Zeit gewandelt: Standen vor drei Jahren etwa noch der Bau von Offshore-Anlagen und die Installation auf See im Vordergrund, sei die Offshore-Industrie mittlerweile in der Betriebsphase angekommen, so die WAB.

Ende des Jahres 2016 waren knapp 950 Anlagen in 16 Windparks von Nord- und Ostsee mit einer Gesamtleistung von 4 108 Megawatt am Netz. Das neue EEG lässt Laufzeiten von 25 Jahren zu. Die Anlagen müssten nun also möglichst kostengünstig gewartet werden. Einsparpotenziale rücken deshalb ebenso wie die Service-Stützpunkte und -häfen in der Nähe von Offshore-Anlagen in den Fokus.

Neben logistischen Lösungen und innovativen Wartungskonzepten stehen auch Informationen und Diskussionen zum Ausbau der Netze und der Speichertechnologie auf dem Konferenzprogramm des Branchentreffens. Gegliedert werden die zwölf Themenblöcke jeweils nach Experten und Entscheidungsträgern.

Eine große Rolle spielt bei der „Windforce“ auch der globale Wissenstransfer. Lucke: „Die ,Windforce‘ entwickelt sich zunehmend zum internationalen Treffpunkt der Offshore-Windenergie. Für deutsche Unternehmen bietet sich die einmalige Gelegenheit, mit internationalen Gesprächs- und Geschäftspartnern zusammenzukommen.“

www.windforce.info

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