Bremer Bürgerpark-Tombola verkauft erstmals auch in Niedersachsen Lose

Die Grenzüberschreitung

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Dächer mit Schneehäubchen: Tombola-Aufbauarbeiten am Liebfrauenkirchhof in der Bremer Innenstadt.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Es ist eine Premiere. Und es ist eine Grenzüberschreitung. Zum ersten Mal in ihrer jahrzehntelangen Geschichte wird die Bremer Bürgerpark-Tombola „auf niedersächsischem Boden Lose verkaufen“, kündigte Tombola-Geschäftsführer Dietmar Hoppe gestern auf Bremer Grund – im Schulungszentrum der Parkverwaltung – an.

Nachdem die Tombola-Lose (Preis: zwei Euro) im Vorjahr die Stadtmusikanten zeigten, sind in dieser Saison der Schweinehirte und Schweine aus der Sögestraße drauf. Hier – von links gesehen – präsentieren Joachim Linnemann, Präsident des Bürgerparkvereins, Parkdirektor Tim Großmann und Tombola-Chef Dietmar Hoppe vergrößerte Exemplare der bunten Briefchen.

Die 62. Bürgerpark-Tombola wird am Mittwoch, 3. Februar, um 10 Uhr auf dem Hanseatenhof eröffnet. Es singt der „Capstan Shanty-Chor“ aus Huchting, es spricht Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Anschließend dauert der Losverkauf bis zum Muttertag, 8. Mai. Die Einnahmen aus dem Losverkauf sind nach wie vor eine tragende Säule der Parkfinanzierung. Schließlich finanziert sich der Bürgerpark – der Name lässt es anklingen – allein aus Zuwendungen von Bürgern (auch bisher schon aus Niedersachsen, sofern sie etwa in Bremen Lose kauften). „Bundesweit einmalig“, sagt Joachim Linnemann, der Präsident des Bürgerparkvereins. „Wir brauchen im Jahr 2,5 Millionen Euro, um den Park so zu erhalten, wie wir ihn kennen.“ Um alles zu bewältigen, beschäftigt der Park 30 Mitarbeiter. Die Tombola hat im vergangenen Jahr knapp 522.000 Lose verkauft, was einem Umsatz von 1.043.000 Euro entsprach – und einen Reinerlös von 325.530 Euro erbrachte. Es war ein gutes Ergebnis, das beste seit mehr als zehn Jahren. Hoppe peilt es in diesem Jahr wieder an. Die neue Verkaufsstelle in Niedersachsen soll dazu beitragen. Wo? Nun, zu Beginn der Tombolazeit werde das „Tombomobil“, der rollende Losverkauf (samt Gewinnausgabe), für etwa zwei Wochen vor „Ikea“ in Stuhr-Brinkum stehen, sagt Hoppe. Anschließend wird das „Tombomobil“ in Vegesack, in Hastedt, bei „Lestra“ in Horn, im Bürgerpark und an der Schlachte eingesetzt.

Der „stationäre“ Losverkauf beginnt am 3. Februar auf dem Liebfrauenkirchhof, in der Sögestraße, auf dem Hanseatenhof, an der Ecke Obern-/Pieperstraße, auf dem Ansgarikirchhof und auf dem Bahnhofsvorplatz. Mitte März kommt ein Stand am „Bremer Loch“ (Marktplatz) hinzu. Lose gibt‘s auch in Einkaufszentren: Roland-Center, Weserpark, „Waterfront“, Walle-Center, Berliner Freiheit, „Haven Höövt“.

Der Bürgerpark bekommt in diesem Jahr fünf Achtel des Reinertrags. Parkdirektor Tim Großmann freut sich schon darauf, schließlich stehe man mitten im Erneuerungsprozess des Baumbestands. Und auch Tiergehege (wo gerade ein Zwergzebu-Kalb und Ferkel zur Welt gekommen sind), Spielplätze und Umweltbildung kosten Geld.

Ein Achtel des Erlöses geht an den Park Links der Weser, ein weiteres Achtel an den Vegesacker Stadtgarten. Jeweils ein Sechzehntel des Ertrags bekommen in diesem Jahr der Achterdiekpark und Knoops Park. Ach, ja – die Loskäufer in und aus Bremen und Niedersachsen, was können sie so gewinnen in diesem Jahr? Unter anderem Autos, Kreuzfahrten und Sparbücher. Und E-Bikes, Gutscheine, Kaminholz. Letzteres sogar aus dem Bürgerpark.

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