Erstes Freimarkt-Wochenende: Besucher trotzen dem schlechten Wetter

34 Jahre und eine Rose

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Jay (links) und Nico aus Arbergen sind begeisterte Freimarktgänger und nutzen die Herbstferien, um gleich mehrmals das große Volksfest auf der Bürgerweide zu besuchen.

Bremen - Von Nina Seegers. Auf der Bürgerweide duftet es wieder nach süßen Leckereien, überall blinken bunte Lichter und zwischen lauter Musik hört man Karussellfahrer kreischen und lachen. Trotz des schlechten Wetters zieht es am ersten Freimarkt-Wochenende wieder Massen auf den großen Platz vor den Messehallen.

Am Sonnabendnachmittag bleiben die Besucher des 980. Bremer Freimarkts von fiesem, alles durchnässendem Nieselregen glücklicherweise verschont. Während sich Werder im Weserstadion wacker gegen die Bayern schlägt, schlendern viele Familien, Jugendliche, Gruppen von Junggesellenabschieden und händchenhaltende Paare über den Jahrmarkt.

Ein junger Vater winkt seiner kleinen Tochter zu, die in einem Karussell-Feuerwehrauto ihre Runden dreht. „Ich bin ja großer Werder-Fan, aber dabei zuzusehen, wie die Bayern unsere Jungs fertigmachen, das muss ich mir nicht antun“, sagt er mit einem bitteren Lächeln.

Ein Pärchen mittleren Alters schlendert währenddessen gemütlich mit Fischbrötchen vorbei. „Mein Mann hat mir vorhin eine Rose geschossen – das Zeichen einer 34 Jahre langen, glücklichen Ehe“, sagt die Frau lachend und präsentiert die Plastikblume stolz.

Der „Hangover“ simuliert den freien Fall.

Nervenkitzel pur verspricht das neue Fahrgeschäft „Hangover“. Nach Angaben des Betreibers handelt es sich dabei um den „höchsten transportablen Freefall-Tower der Welt“. Im Kreis angeordnete Sitze werden an einem Gerüst in 85 Meter Höhe transportiert, bevor es von dort aus dann für die Fahrgäste mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde rasant nach unten geht. Zwei Jungen stehen davor und sehen gebannt zu. „Nä! Da geh ich nicht rein“, sagt Jay zu seinem Kumpel Nico. Da helfen auch Nicos Überredungskünste nichts. Er muss allein reingehen, während Jay zuguckt und die Karussellfahrt mit seinem Handy filmt. Zu der Titelmelodie von „Indiana Jones“ geht es für die Fahrgäste im „Hangover“ ganz nach oben. Der Karussellbetreiber steigert die Spannung, indem er den Moment des Absturzes noch hinauszögert: „Jetzt genießen wir erst mal die Aussicht! Hände falten zum Gebet und ein letztes Ave Maria“, sagt er in sein Mikrofon. Und dann – endlich! – rast die Fahrkabine nach unten. Nico kommt mit einem Lachen auf dem Gesicht wieder heraus. „Das war cool und sieht schlimmer aus, als es ist“, sagt er zu Jay. Die beiden 14-jährigen Jungen aus Arbergen sind große Freimarkt-Fans und freuen sich, dass der Jahrmarkt genau in den Herbstferien liegt.

Das erste Wochenende auf dem Freimarkt

Noch bis einschließlich Sonntag, 1. November, kann auf der Bürgerweide gefeiert werden – täglich in der Zeit von 13 bis 23 Uhr, freitags und sonnabends bis 24 Uhr. Der traditionelle Freimarktsumzug durch die Neustadt und die Bremer Innenstadt ist für Sonnabend, 24. Oktober, geplant.

Party auf dem Freimarkt in der Halle 7

Der Samstag auf dem Freimarkt

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