Impfstoff Astrazeneca für Erzieher / Infektionen bei der Polizei in Bremerhaven

Erster Piks für Kita-Personal

Piks! Marie Rohlfs, Erzieherin im Kindergarten „Sternschnuppe“, erhält im Bremer Impfzentrum von Thomas Holler ihre Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca.
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Piks! Marie Rohlfs, Erzieherin im Kindergarten „Sternschnuppe“, erhält im Bremer Impfzentrum von Thomas Holler ihre Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca.

Bremen – Die Stadt Bremen hat am Freitag die ersten Beschäftigten aus Kitas geimpft. Nach dem Beschluss der Ministerrunde waren Grundschullehrer und Kita-Mitarbeiter in der Impfliste vorgerückt. Sie bekommen den Piks mit dem Mittel von Astrazeneca, das aufgrund fehlender Studien derzeit in Deutschland nur an Menschen bis 64 verabreicht werden darf.

Großbritannien handhabt das mit dem britisch-schwedeischen Vakzin anders. Während das Mittel von Astrazeneca in Deutschland von einigen mit Skepsis beäugt wird, sind die Briten stolz auf ihren Impfstoff. Das berichtete am Donnerstagabend zumindest eine ZDF-Korrespondentin in der Talkshow von Markus Lanz. Untersuchungen hätten inzwischen gezeigt, dass das Mittel nach der ersten Impfung sogar leicht besser wirke als der Impfstoff von Biontech-Pfizer.

Doch zurück nach Bremen. Zum Auftakt der Impfung für Kita-Personal im Bremer Impfzentrum in der Halle 7 sind laut Gesundheitsressort 400 Termine angesetzt worden. In den nächsten Tagen sollen auch Grundschullehrer eine Impfeinladung erhalten. Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hofft, dass genug Impfstoff kommt und bis zu den Osterferien alle 16 000 Erzieher und Grundschul- sowie Förderschullehrer geimpft sind, die wollen. Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) zeigte sich sehr zufrieden, dass die Kita-Beschäftigten geimpft werden könnten. Denn es sei nicht möglich, den Mindestabstand zu den kleinen Kindern einzuhalten.

Von der Erziehung zum Einzelhandel. Zahlreiche Schaufenster in Deutschland leuchten am Montagabend (1. März) rot – auch das Roland-Center in Huchting und die „Waterfront“ in Gröpelingen, die zur ECE-Gruppe gehören. Mit der Aktion wollen Händler auf ihre existenzbedrohende Lage durch den anhaltenden Shutdowns aufmerksam machen, hieß es. „Wir wollen ein klares Zeichen setzen und zeigen: Der Handel blutet aus.“ Die Lebendigkeit der Städte sei in Gefahr, viele Händler stünden mit dem Rücken zur Wand, Arbeitsplätze gingen verloren, sagten die Center-Manager Kirsten Jackenkroll („Waterfront“) und Frank Trompeter (Roland-Center. Mit der Lichtaktion setzen sich die Händler für ein schnelle Wiederöffnung der Läden ein.

Zu den Zahlen: Die Corona-Infektionen sind am Dienstag im Land Bremen um 104 auf 17 893 seit Ausbruch der Pandemie gestiegen. Das teilte am Abend das Gesundheitsressort mit. 62 Fälle gab es in der Stadt Bremen, wo der Inzidenzwert auf 56 sank. Fünf weitere Menschen mit dem Virus sind gestorben, bisher 340. Aktuell sind dem Ressort 806 Infizierte bekannt. 114 Covid-19-Patienten werden in Kliniken des Landes behandelt, 25 auf Intensivstationen.

In Bremerhaven stieg der Inzidenzwert nach mehreren Ausbrüchen auf fast 200 – neben zwei Pflegeheimen ist die Polizei betroffen. Dort, so ein Sprecher der Stadt, sind 14 Studenten der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Bremen infiziert, die derzeit in Bremerhaven ausgebildet werden.

Von Elisabeth Gnuschke

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