Erschließungsarbeiten auf BWK-Gelände abgeschlossen / Historische Achse

Perle der Industriekultur

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Peter Nowack (Ortsamtsleiter Blumenthal, v.l.)), Wirtschaftssenator Martin Günthner und WFB-Chef Andreas Heyer eröffneten gestern symbolisch die historische Achse auf dem BWK-Gelände.

Bremen - „Eine solche Umgebung findet sich in Bremen kein zweites Mal“, schwärmte gestern Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack auf dem Gelände der ehemaligen Bremer Woll-Kämmerei (BWK). Und er betonte: „Das BWK-Gelände ist eine Perle der Industriekultur. Wenn ich heute ein Unternehmen gründen würde, ich würde es hier tun.“

Gemeinsam mit Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung (WFB), Andreas Heyer, eröffnete Nowack am Nachmittag symbolisch die historische Achse auf dem BWK-Gelände. Damit sind zugleich die Erschließungsarbeiten abgeschlossen.

Seit 2002, als die Stadt von der BWK das erste Grundstück erwarb, hat sich viel getan. Im November 2012 kaufte Bremen nach der Geschäftsaufgabe der Woll-Kämmerei das zweite Grundstück, Ende 2013 begann die sogenannte zweite Baustufe. „Die Entscheidung, das BWK-Gelände in der jetzigen Form zu entwickeln, war richtig – das zeigt die Resonanz. Acht Unternehmen haben sich seitdem angesiedelt, und bereits ansässige Firmen haben ihre Flächen erweitert“, sagte Günthner. Zwölf Unternehmen haben nun ihren Sitz am Standort – mit fast 220 Arbeitsplätzen. „Die positive wirtschaftliche Entwicklung vor Ort kann damit weiter vorangetrieben werden. Das BWK-Gelände ist ein Beispiel für erfolgreichen Strukturwandel“, so Günthner. Nach dem Ankauf der restlichen Betriebsfläche hat die WFB das Grundstück neu geordnet. Zu diesem Zweck wurden Gebäude abgerissen, neue Entwässerungs- und Verkehrsanlagen erstellt und zeitgemäße Brandschutzmaßnahmen umgesetzt. Die Straßen „Marschgehren“ und „Zum Kammstuhl“ wurden verlängert, 2 000 Meter Kanal verlegt, 1 500 Meter Gehwege erstellt. Hinzu kamen Bäume und Laternen sowie die historische Achse. Sie schafft nun als verkehrsberuhigte Zone eine Nord-Süd-Verbindung durch das Gelände und bietet eine Verbindung zum Weserwanderweg.

20 Hektar Gewerbefläche wurden durch die Verlängerung der bereits vorhandenen Straßen erschlossen, insgesamt ist das Gelände 32,2 Hektar groß. „Davon stehen noch 8,2 Hektar zur Verfügung“, sagte WFB-Chef Heyer. Die WFB ist im Auftrag des Senators für die Erschließung und Vermarktung des Geländes zuständig. Zu den aktuellsten Entwicklungen gehört der Erwerb der Arkadengebäude durch die M-Projekt GmbH & Co. KG. Momentan saniert die WFB zudem in Zusammenarbeit mit dem Denkmalpfleger das Gebäude 132, in dem ab Juli Büroräume für die BWK-Chemiefaser GmbH und weitere Nutzer zur Verfügung stehen werden. Außerdem haben Wirtschaftsdeputation und Haushaltsausschuss dem Verkauf eines 1,2 Hektar großen Grundstücks an das Bremen-Norder Unternehmen Marinetech zugestimmt. Die Verträge würden jetzt erstellt, sagte Heyer. Mit weiteren Interessenten liefen Gespräche.

Die Kosten für die zweite Baustufe betrugen 14 Millionen Euro, zwölf Millionen Euro stammen aus dem europäischen Efre-Fonds, zwei Millionen trug die Stadtgemeinde Bremen.

gn

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