Ermittlungen wegen Körperverletzung

Versetzt Polizist Flüchtling Ohrfeige?

Die Polizei hat Anzeige gegen einen Polizeibeamten gestellt.
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Die Polizei hat Anzeige gegen einen Polizeibeamten gestellt.

Bremen - Die Bremer Polizei hat von Amts wegen Strafanzeige wegen Körperverletzung im Amt gegen einen 47 Jahre alten Polizeibeamten gestellt. Das teilte ein Polizeisprecher gestern Abend mit. Der Polizist soll den Angaben nach einen jugendlichen Straftäter geohrfeigt haben. Das beim Senator für Inneres ansässige Referat für Interne Ermittlungen hat die Bearbeitung übernommen.

Es geht um einen Vorfall in der Nacht vom 20. auf den 21. September in der Wache Innenstadt. Hier wurde, wie der Polzeisprecher weiter sagte, ein 16-Jähriger, der zur Gruppe der unbegleiteten Flüchtlinge gehört, nach einem Diebstahl als Tatverdächtiger gehört. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen sollte er dem Jugendnotdienst übergeben werden. Als ein Sozialarbeiter den 16-Jährigen mitnehmen wollte, soll der Junge, wie es weiter heißt, dem 47 Jahre alten Polizisten den Mittelfinger gezeigt haben. Der Polizist, so der Sprecher, reagierte nach Angaben der Amtsmitarbeiter mit einer Ohrfeige. Nachdem der Jugendliche, der zur Gruppe der etwa 15 „priorisierten Straftäter“ gehört, in Obhut des Jugendnotdienstes war, erhob er grundsätzliche Vorwürfe gegen das Einschreiten der Polizei, heißt es weiter. Eine Anzeige durch den Jugendlichen gibt es den Angaben zufolge allerdings nicht.

Die Behördenleitung erhielt gestern von dem Geschehen Kenntnis und leitete die weiteren Schritte ein. Die Ermittlungen zu der möglichen Straftat und etwaigen weiteren Vorwürfen werden vom Referat für Interne Ermittlungen bei Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) geführt. Dabei ist die Staatsanwaltschaft involviert. Der Polizeibeamte wird aufgrund der Ermittlungen zunächst im Innendienst arbeiten und nicht auf Streife gehen, wie die Sprecherin des Innenressorts am Abend auf Nachfrage sagte.

Wie berichtet, halten rund 15 minderjährige Flüchtlinge seit Wochen nicht nur die Polizei, sondern auch Innen- und Sozialressort in Atem. Laut Polizei gehen 250 Straftaten auf das Konto der aggressiven Flüchtlingsgruppe, die bereits mehrere Notunterkünfte auseinandergenommen hat. Alle paar Tage fallen die Jugendlichen durch Gewalt untereinander oder durch Diebstähle, Raub sowie die „Antanzmasche“ auf. Auf den Revieren sieht sich die Polizei immer wieder heftigem Widerstand der Jungen gegenüber. So sollen die Flüchtlinge nach den Beamten treten und schlagen oder in die Räume urinieren.

SPD und Grüne sowie die CDU fordern Maßnahmen gegen diese Flüchtlinge. Die Bremische Bürgerschaft hat inzwischen eine spezielle Unterbringung der Jugendlichen in geschlossenen Heimen beschlossen.

gn

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