Dienstwaffe statt Elektroschocker

Ermittlungen gegen Bremer Polizisten eingestellt

Bremen - Die Bremer Staatsanwaltschaft hat das Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen Polizisten, der auf einen lebensmüden Mann geschossen hatte, vorläufig eingestellt.

Dass der 34 Jahre alte Beamte statt eines Elektroschockers seine Dienstwaffe gezogen habe, sei ein antrainierter Reflex gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag zur Begründung mit. Der 33-jährige Mann wurde nach Medienberichten durch den Schuss am Bauch verletzt.

Die Beamten waren im März vergangenen Jahres in die östliche Vorstadt gerufen worden. Dort hielt sich ein Mann ein Messer an den Hals und drohte mit Selbstmord. Um den 33-Jährigen zu überwältigen, sollte er mit einem Elektroschocker gelähmt und zuvor mit einem Knallkörper abgelenkt werden. Die Polizisten trugen deshalb Ohrstöpsel. Diese seien dem 34 Jahre alten Beamten genau in dem Moment herausgerutscht, als der Befehl für den Zugriff kam. Wegen der Ablenkung habe er sich vergriffen und die Schusswaffe gezogen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Dies sei jedoch nicht willentlich geschehen, sondern ein antrainierter Reflex des Polizisten gewesen. dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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