Nachzucht bei Basstölpeln und Humboldt-Pinguinen

Zoo am Meer: Begehrter Nachwuchs

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Nachwuchs bei den Basstölpeln...

Bremerhaven - Nachwuchs im Zoo am Meer in Bremerhaven: Nein, nein – keine neue „Lale“ bei den Eisbären, die dem Haus im vergangenen Jahr einen Besucherrekord beschert hat. „Lale“ lebt inzwischen, wie berichtet, in Holland. Nachwuchs gab es vor kurzem bei den Basstölpeln (Morus bassanus) und den Humboldt-Pinguinen (Spheniscus humboldti), wie Tierarzt Dr. Joachim Schöne berichtete.

...und bei den Humboldt-Pinguinen.

„Nicht nur auf Helgoland lässt sich die Aufzucht der schönen Basstölpel beobachten“, sagte Schöne. Das Team des Zoos freut sich dieses Jahr über gleich zwei Küken, die im Abstand von einem Monat geschlüpft sind. Die Brutdauer bei dieser Vogelart beträgt laut Schöne um die 40 Tage. Der Tierarzt: „Anfang der 80er Jahre gelang in Bremerhaven die Erstnachzucht von Basstölpeln in Menschenhand. Seit dieser Zeit schlüpfen in unserer attraktiven Tölpelkolonie jährlich zwei bis vier Küken.“ Der Zoo am Meer zählt den Angaben zufolge zu den wenigen Zoos, die regelmäßig mit Erfolg diese beeindruckenden Meeresvögel züchten. Die Nachzuchttiere sind daher laut Schöne sehr begehrt und werden nach und nach an andere europäische Zoos und Vogelparks vermittelt.

Grund zur Freude gab es beim Zoo kürzlich auch auf der Humboldt-Pinguinanlage. Im Nest der „stolzen und erfahrenen Eltern“ (Schöne) „Trio“ und „Jung-Humboldt“ schlüpfte im Mai Nachwuchs.

Das Küken ist nun schon so groß wie seine Eltern, ihm fehlt aber im Jugendgefieder noch das typische schwarze Band. Die Besucher können den Jungvogel leider nicht mehr sehen. Er wurde hinter den Kulissen an Fisch gewöhnt und ist inzwischen mit einem Nachzuchttier aus dem Jahre 2009 in den Zoo Osnabrück gereist.

Weltweit gibt es nach Angabe von Schöne an den Küsten von Chile und Peru nur noch wenige tausend Brutpaare der Humboldt-Pinguine. Schöne: „Diese Art ist stark vom Aussterben bedroht.“ Der Zoo am Meer beteiligt sich im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an der Nachzucht dieser Pinguinart und unterstützt die Arbeit der Schutzorganisation Sphenisco „Schutz des Humboldtpinguins“.

Unterdessen verzeichnete der Zoo im ersten Halbjahr einen deutlichen Besucherrückgang, nachdem im Laufe der Monate aus dem Eisbärbaby eine stattliche „Lale“ geworden war. In den ersten sechs Monaten kamen 124 000 Besucher, sagte Zoo-Direktorin Dr. Heike Kück. Im Vorjahreszeitraum waren es doppelt so viele. Das vergangene Jahr sei mit der kleinen „Lale“, dem tollen Wetter und dem neuen Nordsee-Aquarium eine Ausnahme gewesen.

Kück rechnet in diesem Jahr mit rund 280 000 Besuchern. 2014 besuchten etwa 370 000 Menschen den Zoo, 2013 waren es 255 000.

gn

www.sphenisco.org

www.zoo-am-meer-bremerhaven.de

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