Unterstützung für Flüchtlinge an Berufsschule

Die acht Bremer Rotary Clubs spenden mehr als 163.000 Euro

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Rotary Clubs finanzierten dieses Jahr unter anderem erneut den Eintritt und die fachkundige Führung durch Museumspädagogin Judith Niehuis (2.v.l.) im Focke-Museum, damit sich junge Flüchtlinge mit der Stadtgeschichte vertraut machen können.

Bremen - Die acht Bremer Rotary Clubs haben in diesem Jahr 163.248 Euro gespendet, getreu ihrem Gründungsmotto „Service above self – selbstloses Dienen“. 540 Frauen und Männer sind in acht Bremer Clubs organisiert. Im Mittelpunkt steht die Pflege der Freundschaft untereinander, wie ein Sprecher sagte. Ein weiterer wichtiger Punkt sei jedoch der Einsatz für die Allgemeinheit.

So fördern gleich mehrere Clubs in diesem Jahr Aktionen der Berufsschule am Steffensweg in Walle. Ziel: die bessere Integration jugendlicher Flüchtlinge. Sie lernen dort gemeinsam mit Bremer Jugendlichen und erhalten zusätzliche Hilfen, um sich schneller und besser in der neuen Gesellschaft zurechtzufinden. Zudem werden Praktikums- und Ausbildungsstellen vermittelt.

Ein rascheres Ankommen von Asylbewerbern und ein besseres Verständnis für ihre neue Heimat ist auch das Ziel mehrerer Museen. So können sie beispielsweise im Focke-Museum einiges über die Entstehung Bremens erfahren. Rotary Clubs übernehmen die Kosten für Eintritt und Führung.

Ferner fördern mehrere Bremer Clubs das sogenannte Deutschlandstipendium. Leistungswillige Studenten, die sich zugleich sozial engagieren, erhalten monatlich 150 Euro, der Bund packt weitere 150 Euro drauf. So können sich die Studenten mehr aufs Lernen konzentrieren und müssen weniger nebenbei jobben.

Zuschüsse für Hof Grasdorf

Ein Bremer Club unterstützt weiterhin obdachlose Jugendliche in Tallinn/Estland (in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Tallinn). Das internationale Netzwerk von Rotary kommt ins Spiel, wenn in Äthiopien ein dringend benötigter Brunnen gebohrt oder in Tansania eine Internatsschule unter anderem für Albinos gebaut wird. „Leider ist es noch so, dass in Afrika Albinos Gliedmaßen abgeschnitten werden, in der Annahme, dies bringe Macht und heile Aids“, sagte Axel Schuller, Sprecher der Bremer Clubs. Gefördert wird auch die Kinderkardiologie im rumänischen Cluj.

In Bremen und Umgebung fließen Zuschüsse an die heilpädagogische Einrichtung Hof Grasdorf, wo traumatisierte Kinder und Jugendliche betreut werden. Frauenprojekte wie „Ist Luisa da?“ erhalten ebenfalls Geld. Mit der Frage nach Luisa können sich Mädchen und Frauen, die sich in einer Disco oder Kneipe bedrängt fühlen, an das Thekenpersonal wenden.

Für die Kleinsten fließen ebenfalls rotarisches Spendengelder, etwa in den Bau einer neuen Schaukel im Bürgerpark.

Rotary International ist seit 1905 weltweit aktiv. Aktuell gehören dem Netzwerk rund 1,2 Millionen Mitglieder an. Rotarier aller Länder arbeiten seit Jahren an der weltweiten Ausrottung der Kinderlähmung (Polio). Bekanntester Unterstützer der Aktion ist Microsoft-Gründer Bill Gates, wie es heißt. 

gn

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