Endspurt-Wahlkampfveranstaltung der Bremer SPD im Musicaltheater / Gabriel lobt Böhrnsen und seine Genossen

Rotes Familientreffen mit Parteichef „Siggi“

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SPD-Chef Sigmar Gabriel lobte am Abend seine Genossen beim Wahlkampf-Termin im Musicaltheater.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen Bremen - Von Jörg Esser. Wachstum, Miteinander, Zusammenhalt – die Bremer SPD zeigt sich selbstbewusst und siegessicher. Das darf sie auch sein. Sagt der Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel.

„Weil sich Leistung lohnt, ist die Bremer Sozialdemokratie in 70Jahren immer wiedergewählt worden“, lobte der Wirtschaftsminister seine Bremer Genossen bei deren Endspurt-Wahlkampfveranstaltung heute Abend im Musicaltheater am Richtweg.

Es ist ein rotes Familientreffen. Die Altvorderen sind vor Ort. Herbert Brückner ist da. Moritz Thape, Helmut Fröhlich. Henning Scherf schüttelt wie in seinen Glanzzeiten jede Menge Hände. Bürgerschaftspräsident Christian Weber, die aktuellen Senatoren und Abgeordneten. Und so weiter. Harmonisch ist’s. Es gibt Gesprächsbedarf. Der Beginn verschiebt sich. Die Arbeiterpartei überzieht die Akademiker-Viertelstunde. Dann spricht Landesparteichef Dieter Reinken. Plötzlich wird es unruhig. „Da bewegt sich was“, hört man auf der Empore. Die Band „Realtime“ wird lauter. Es ist 19.35 Uhr. Sigmar Gabriel erscheint. Mit raumgreifenden Schritten. Und Bürgermeister Jens Böhrnsen im Schlepptau.

Jetzt geht’s los. Gemach, gemach. Der Parteichef sucht das Bad in der Menge seiner Bremer Freunde. Beobachter werden unruhig. Dann dreht Gabriel um. Richtung Pult. Und blättert in seinen Unterlagen. 19.43Uhr: Gabriel legt los. „Siggi, komm“, hallt es aus der Menge. Der sagt: „Es ist ungewöhnlich, hier von oben herab zu sprechen.“ Die Bremer SPD sei schließlich eine bodenständige Partei. Das kommt an. Der Beifall schwillt an.

Gabriel spricht vom Elend überall in der Welt: „17 Millionen Menschen sind auf der Flucht.“ Er lobt die Deutschen. „Es gibt viel Menschlichkeit.“ Deutschland sei „ein mitfühlendes Land“.

Dann trifft der Niedersachse das Herz seiner Nachbarn. Länder wie Bremen brauchten mehr Geld, um die vielen Aufgaben in der Flüchtlingspolitik wahrnehmen zu können. „Bremen braucht mehr und nicht weniger Geld aus dem Finanzausgleich.“ Das gibt dann donnernden Applaus.

Gabriel lobt Bremen. Lobt die SPD als „Garanten für ein wirtschaftlich erfolgreiches und sozial gerechtes Bremen“. Und er lobt deren Spitzenmann Jens Böhrnsen. Der sei ein Politiker, „der sich niemals in die erste Reihe drängelt, obwohl er dort hingehört“. Der Bürgermeister strahlt. So viel Lob geht sprichwörtlich runter wie Öl.

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