Ausstellungsmacher übertreffen gestecktes Ziel: Rund 160 000 Besucher sehen Plastinate

Endspurt für die „Körperwelten“

Schlange stehen, so hieß es am vergangenen Wochenende.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke · Wer sich die Bremer Ausstellung „Körperwelten – eine Herzenssache“ noch ansehen möchte, muss sich sputen: Definitiv letzter Ausstellungstag im Postamt 5 (An der Weide) ist am Dienstag, 25. Mai.

Dann gehen die 200 Plastinate nach Leipzig. Schon gestern war klar, dass die Macher ihr gestecktes Ziel von 150 000 Besuchern nicht nur erreichen, sondern sogar leicht übertreffen werden.

Bis Donnerstagabend sahen sich laut Pressesprecherin Jeannine Rena Suero 143 500 Menschen die von Gunther von Hagens plastinierten Leichen an, die so gar nicht gruselig aussehen, sondern eher wie ästhetische Kunststoff-Exponate. Über die Pfingstfeiertage rechnet sie mit einem Ansturm. Denn lief der Besuch im Februar nur zögerlich an, so verzeichnete die Ausstellung nach der Hälfte der Zeit einen satten Anstieg. „Allein am vergangenen Wochenende kamen 11 000 Menschen. Es gab eine Wartezeit von eineinhalb Stunden“, so die Sprecherin. Sie vermutet, dass die Zahl von 160 000 Besuchern am letzten Tag „geknackt“ wird. Ihren Angaben zufolge kam das altersmäßig ganz gemischte Publikum vor allem aus Bremen und dem größeren „Speckgürtel“. Morgens kamen überwiegend Schulklassen, viele, so Suero, aus dem Umland und gerade auch von berufsbildenden Einrichtungen. Gestern machten sich unter anderem rund 50 Menschen aus sozialen Einrichtungen und Vereinen auf Einladung der „Körperwelten“-Macher ein Bild von der Anatomieschau.

Insgesamt stieß das Hologramm auf großes Interesse, das ein Paar dreidimensional beim Geschlechtsakt zeigt. Während das Exponat beispielsweise in Berlin direkt zu sehen war, war das Hologramm für Bremen der Kompromiss vor dem Verwaltungsgericht, nachdem das Stadtamt interveniert hatte. „So kam Bremen zu einer Weltpremiere“, sagte Suero, denn diese Art der Präsentation ist neu. Die meisten Diskussionen gab es ihren Angaben zufolge um die „Pokerrunde“, die Hagens für den James-Bond-Streifen „Casino Royale“ plastiniert hat, und um das Exponat der Schwangeren.

· Heute, Sonnabend, sind die „Körperwelten“ von 9 bis 21 Uhr geöffnet, Sonntag bis Dienstag, 9 bis 19.30 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr). Tickets kosten 17 Euro für Erwachsene, 13 für Kinder, neun in der Gruppe

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