Endspurt auf der „Hanse-Life“: Wellness zwischen „Zauberstab“ und Ledersofa

„Das ist kein Rastplatz“

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Küchengeräte in vielen Farben – und vieles mehr. 750 Aussteller präsentieren auf der Verbrauchermesse „Hanse-Life“ auch heute und morgen in den Bremer Messehallen auf 40000 Quadratmetern „etwas für alle Lebenslagen“.

Bremen - Von Jörg Esser. Der Endspurt beginnt, nur noch ein Wochenende bleibt für den Trip zur Verbrauchermesse „Hanse-Life“ in den Bremer Messehallen. Einige der 750 Aussteller locken mit Schnäppchen und Sonderangeboten. Die Besucherzahlen liegen derweil auf Vorjahresniveau, heißt es.

Schmuck, Glas, jede Menge Handtaschen. Dazu Kaffee und Kuchen. Und ein bisschen Kitsch. Der geneigte Besucher ist gleich mittendrin im Geschehen und im Messetrubel. Die Leute vom GOP-Varietétheater verteilen Prospekte, das „Bremer Geschichtenhaus“ versucht mit Heini Holtenbeen und Gesche Gottfried zu punkten. Den Leuten gefällt’s. Auf der Bühne im Foyer läuft eine Modenschau. „Ganz nett“, sagt eine junge Frau. Klingt so wie: „Nichts für mich.“ Die Models verlassen das Rampenlicht. Der Schulschiff-Deutschland-Chor tritt auf. Shantys am frühen Nachmittag. Warum nicht?

Eine Vierergruppe aus Jever steuert aber lieber gleich voll ins Geschehen. Strandkörbe für vier Personen – eine Familienversion. „Der ist aber klobig“, sagt Gisela. Und nimmt die Whirlpools ins Visier. „Tüdelkram“, sagt Jochen (der offenkundig mit langem „o“ gesprochen wird). Da liegt er falsch. „Wellness ist und bleibt im Trend“, wird er am Messestand belehrt.

Zwischen Ledergürteln und Gartengeräten gibt es den ersten Engpass. Auch der „Zauberstab“ zieht die Massen an – ein multifunktionales Küchengerät. Kekse gibt es nebenan im

Angebot – zehn Packungen für zehn Euro. Und Ketchup – drei große Flaschen für fünf Euro. „Ist ja günstig“, sagt ein Mittfünfziger, „aber da will ich jetzt nicht mit rumschleppen.“ Bequemlichkeit hat halt ihren Preis.

Auch bei der „Wohnfabrik“ aus Pforzheim. Massivholzbänke, Ledersessel, Ledersofas, durchaus rückenfreundliche Stühle. Rustikale Vorzeigeware. Zu langes Probesitzen ist allerdings unerwünscht: „Das ist kein Rastplatz“, ist auf Hinweistafeln zu lesen.

Das Quartett aus Jever sucht den Weg zwischen Bergkäse und Germknödeln aus Tirol, Berliner Currywurst und Elsässer Weinen hin zur Abteilung mit vegetarischer und veganer Kost „für Körper und Geist“. Gisela gefällt das: „Die Leute ziehen wenigstens die Konsequenzen aus der Massentierhaltung und der Billigfleischproduktion.“ Jochen ist skeptisch: „Wenn das so weitergeht, stehe ich mit meiner Rostbratwurst bald draußen bei den Rauchern.“

Weiter geht’s. Hier gibt es „Schokolädchen für die Damen“. Dort Weine aus Mallorca. Alle Plätze sind belegt. Und bleiben es offensichtlich für einen langen Zeitraum. Die Gespräche werden flüssiger.

Die „Hanse-Life“ öffnet heute, Sonnabend, und morgen, Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet neun Euro, ermäßigt 7,50 Euro.

www.hanselife.de

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