Entscheidung jetzt offiziell verkündet / Hörer-Proteste / Sender spricht von „geringer Resonanz“ und will Geld sparen

Ende einer Ära: Radio Bremen gibt seine Mittelwellen-Frequenz auf

Bremen - BREMEN (kuz) · Mittelwelle, 936 Kilohertz – das war eine klassische Frequenz von Radio Bremen. Nun gibt der Sender sie auf. Das Ende einer Ära wurde gestern offiziell erklärt. Zuvor hatte es Ärger gegeben – mit Hörern, die sauer waren auf den Sender. Der nämlich hatte den Sendebetrieb zunächst ohne Ankündigung eingestellt.

Dagegen gab es Proteste. Dietrich Kranz aus Syke etwa schrieb einen offenen Brief an Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger. Als „Radio-Bremen-Hörer seit über 50 Jahren“ protestierte er darin gegen die Abschaltung „in einer unangekündigten Nacht- und Nebel-Aktion“. Sie verstoße gegen das Radio-Bremen-Gesetz.

Bei dem Sender, der nicht mehr auf 936 Kilohertz senden will, sieht man es anders. Man verabschiede sich aus wirtschaftlichen Gründen von der Mittelwelle, hieß es. „Radio Bremen gibt zur Zeit einen hohen fünfstelligen Betrag im Jahr für die Verbreitung von ‚Bremen Eins‘ auf der Mittelwelle aus“, erklärte ein Sprecher. „Die Nutzung der Mittelwelle nimmt seit Jahren ab. Eine zukunftssichere Digitalisierung der Mittelwelle wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Mehrere Landesrundfunkanstalten haben die Mittelwelle daher schon abgeschaltet.“ Von der Einstellung des Sendebetriebs erwartet Radio Bremen „Einsparungen im sechsstelligen Zahlenbereich im Laufe einer Gebührenperiode“.

Man habe zunächst „auf Probe“ abgeschaltet, da „die Nutzerzahlen für die Mittelwelle nicht bekannt sind“. Der Sprecher: „In einer vierwöchigen Testphase meldeten sich knapp 200 Hörer und kritisierten die Abschaltung.“ Gemessen an den Hörerzahlen von „Bremen Eins“ sei diese Resonanz „so gering“, dass man sich für die endgültige Abschaltung entschieden habe. Das gesparte Geld solle „für zukunftsweisende Verbreitungstechnologien und Programmformen“ ausgegeben werden. Eine von Kritikern vorgeschlagene Verringerung der Ausstrahlungsleistung auf der Mittelwellen-Frequenz würde „keine erheblichen Beträge einsparen“. Die Mittelwelle war auch für Hörer weit außerhalb des eigentlichen Radio-Bremen-Sendegebiets interessant – etwa im Urlaub. Der Sender verweist hier nun „auf die neuen digitalen Verbreitungstechniken“.

WWW.

radiobremen.de

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