Von Thomas Kuzaj

Empfang für eine Ur-Grüne

Die Sängerin Marie Luise Werneburg in der Globalisierungs-Ausstellung „Erleben, was die Welt bewegt“.

Bremen - · Politik: Es mutet oft ein wenig sonderbar an, von einem „Urgestein“ zu sprechen. In ihrem Fall aber ist es angebracht. Christine Bernbacher ist ein Urgestein der Grünen, der alternativen Bewegung in Bremen.

Sie ging schon demonstrieren, als das Wort „Wutbürger“ noch lange nicht erfunden war. Und sie demonstrierte nicht bloß für oder gegen einzelne Projekte, sondern hatte dabei größere gesellschaftliche Zusammenhänge im Blick. Und sie ging in Schuhen zu Demos, auf denen nicht jeder laufen kann. Geschweige denn stehen.

Sie ist eine Persönlichkeit, was man ja heute nicht mehr von so ganz vielen Politikern sagen kann. Und so durfte die Ehrenvorsitzende der Bremer Grünen sich gestern im Haus der Bürgerschaft ein wenig feiern lassen. Anlass war ihr 80. Geburtstag. Bürgerschaftspräsident Christian Weber (SPD) hatte eingeladen. Er pries Christine Bernbacher als „couragierte“ und engagierte Politikerin. Zeitweise war sie seine Sitznachbarin im Parlament. Da konnte es im Eifer des Wortgefechts schon mal vorkommen, dass eine Unterlage der Grünen auf dem Tisch des Sozialdemokraten landete. Weber legte natürlich stets alles zurück.

In den 70er Jahren hatte Bernbacher, wie so viele, die SPD verlassen. Sie gehörte zu den Gründern der Bremer Grünen Liste (BGL), einer bremischen Vorläuferin der späteren Grünen. Wenige Monate später folgte dann ein bundesweit beachtetes Ereignis. Mit Bernbacher und der BGL zog anno 1979 erstmals ein grünes Wahlbündnis in ein Parlament ein. Dieses Parlament war natürlich die Bürgerschaft.

Zu dem Empfang dort kamen gestern manche, die über die Jahre und Jahrzehnte mit der redegewandten Dackel-Liebhaberin zu tun gehabt haben – so etwa Bürgermeister a. D. Hans Koschnick (SPD) mit Ehefrau Christine Koschnick.

· Museen: Für die innovativ gestaltete neue Dauerausstellung „Erleben, was die Welt bewegt“ bietet das Übersee-Museum entsprechend ungewöhnliche Führungen an. So gibt es beispielsweise inszenierte Rundgänge mit Schauspielern – wir berichteten.

Und es gibt nun auch noch eine musikalische Führung. Am Dienstag, 28. Dezember, bringt die Sopranistin Marie Luise Werneburg die neue Ausstellung zum Klingen, formuliert eine Museumssprecherin. Und weiter: „Dabei zeigt sie, dass auch verschiedene Musikgenres diese Themen, die die Welt bewegen, bereits für sich entdeckt haben. Begleitet wird sie von Imke Rudel, die ergänzend zur Musik die Inhalte der Ausstellung näher bringt.“

Beginn ist am Abend um 19 Uhr. Das Repertoire der jungen Sängerin reicht vom Volkslied über Titel wie „Kein Schwein ruft mich an“ bis zu Klassikern der Popgeschichte. „Zur Begrüßung gibt es ein Glas Prosecco“, hieß es weiter.

WWW.

bremische-buergerschaft.de

gruene-bremen.de

uebersee-museum.de

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