Susanne Ahlers ist neue Geschäftsführerin des Jobcenters Bremen

„Empathie für Arbeitslose“

Susanne Ahlers

Bremen - Die rund 900 Mitarbeiter im Jobcenter Bremen haben eine neue Chefin: Sie heißt Susanne Ahlers und wurde jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Jobcenter kümmert sich um etwa 75.000 Kunden, die Leistungen erhalten. Im vergangenen Jahr wurden rund 380 Millionen Euro für lebensunterhaltssichernde Leistungen gezahlt, weitere 45 Millionen Euro für Eingliederungsmaßnahmen, wie es heißt.

„Allein an diesen Zahlen und Summen zeigt sich, welch zentrale Institution das Jobcenter in Bremen ist“, betonte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bei ihrer Begrüßung. Die Trägerstruktur des Jobcenters umfasst neben der Agentur für Arbeit die drei senatorischen Behörden Soziales, Arbeit und Finanzen. Dr. Götz von Einem, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven, zeigte sich sicher, „mit der neuen Geschäftsführerin eine Frau gefunden zu haben, die sich in stadtstaatlichen Strukturen auskennt und dennoch die Bundeseinflüsse in der Arbeitsmarktpolitik in diese Strukturen transformieren kann“. Nachdem der Vertrag des bisherigen Geschäftsführers Helmut Westkamp nach fünf Jahren auslief, hatte Bremen bundesweit nach einem Nachfolger gesucht. Warum der Vertrag mit Westkamp nicht verlängert wurde, dazu wollten die Behörden nichts sagen. In der Stellenanzeige stand als Jobanforderung „Empathie für Arbeitslose“.

„Auf Susanne Ahlers kommt eine Herkulesaufgabe zu“, sagte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Neben der anspruchsvollen Aufgabe, möglichst viele Langzeitarbeitslose in das Berufsleben zu reintegrieren, habe das Jobcenter bei der Integration von Asylbewerbern eine zentrale Rolle. Dabei setze Bremen auf die „Erfahrung und die Kommunikationsstärke“ der neuen Geschäftsführerin. In einem ersten Schritt soll die Organisation des Jobcenters verstärkt werden. So schaffen Bundesagentur und Senat gemeinsam rund 100 neue Stellen, um die Kapazitäten in den sechs Geschäftsstellen aufzustocken. Die 56-jährige Ahlers bringt Erfahrungen aus verschiedenen Tätigkeiten mit. So war sie von 2002 bis 2006 parteilose Staatssekretärin für Arbeit und Frauen in Berlin, Frauenbeauftragte in Wiesbaden, Referatsleiterin in der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Zuletzt führte sie eine Coaching-Agentur. Ahlers möchte den Mitarbeitern im Jobcenter gute Arbeitsbedingungen ermöglichen und strebt kurze Wartezeiten für Jobcenter-Kunden an.

gn

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