Tierischer Geburtstag

Bremerhavener Eisbären „Anna“ und „Elsa“ leben gern im „Hotel Mama“

„Anna“ und „Elsa“ lassen sich im Zoo am Meer ihre Geburtstagsleckereien schmecken.
+
„Anna“ und „Elsa“ lassen sich im Zoo am Meer ihre Geburtstagsleckereien schmecken.

Bremerhaven – Wie feiert man einen zweiten Geburtstag? Nun, zum Beispiel mit einer dreistöckigen Geburtstagstorte, die ziemlich kalt serviert wird. So jedenfalls haben es die Eisbär-Zwillinge aus dem Zoo am Meer in Bremerhaven jetzt gemacht. „Anna“ und „Elsa“ waren am 8. Dezember 2019 in der Seestadt als Töchter der Eisbär-Mutter „Valeska“ zur Welt gekommen.

Damals waren die Zwillinge etwa 700 Gramm schwer. Oder leicht, je nach Sichtweise. „Blind, taub und mit einer spärlichen, dünnen Behaarung lagen sie bei Mama ,Valeska‘ in der Wurfhöhle“, so Dr. Heike Kück, die Zoodirektorin. 700 Gramm? Das war mal! „Anna“ und „Elsa“ wiegen inzwischen jeweils etwa 150 Kilogramm, jetzt sind sie wirklich schwer. Sie haben sich „zu kräftigen Jungbären entwickelt“, sagt Direktorin Kück.

„Anna“ und „Elsa“ sind noch gern im „Hotel Mama“. Kück: „In der Wildbahn hätten die Jungtiere mit der eigenständigen Jagd begonnen und würden die Mutter bald verlassen.“ Nicht so in Bremerhaven. Wo sollten sie dort auch jagen? Und: „So ähnlich sie sich sehen, umso unterschiedlicher sind sie im Charakter. ,Anna‘ ist noch sehr auf ,Valeska‘ fixiert, ,Elsa‘ geht schon deutlich häufiger ihren eigenen Weg“, berichtet die Direktorin.

Kuscheln ist bei den Eisbären noch angesagt

Noch etwas unterscheidet die Zwillinge. Während Mutter „Valeska“ und Tochter „Anna“ morgens schon im Stall auf ihr Frühstück – serviert werden fettes Rindfleisch, Fisch und Salat – warten, dreht „Elsa“ gern noch ein paar Runden durch den „Pool“.

Das Familienleben mit der alleinerziehenden Mutter „Valeska“ wird als friedlich beschrieben. „Valeska“ sei im Umgang mit den Zwillingen „deutlich entspannter“ als mit dem Einzelkinder-Nachwuchs „Lale“ und „Lili“, sagt Kück – „da sie mehr Zeit für sich hat und nicht als Spielkameradin herhalten muss“. Dennoch: „Trotz aller Abnabelung wird der Kontakt zur Mutter aber noch gesucht. Ausgiebiges Kuscheln steht somit immer noch auf der Tagesordnung.“

Entscheidung über die Zukunft fällt später

Das eisige Familienglück im Trio – bis wann wird es andauern? Direktorin Kück: „Wie lange die Jungtiere bei ,Valeska‘ bleiben, entscheidet die Bärin. Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, zu dem sie sie in die Selbstständigkeit treibt.“ Dann ist Schluss mit „Hotel Mama“.

Was dann aus „Anna“ und „Elsa“ wird, das steht noch nicht fest. Ihre großen Schwestern „Lale“ (geboren im Dezember 2013) und „Lili“ (Dezember 2015) zum Beispiel waren nach Holland gekommen, in den „Adventure Zoo Emmen“. Wenn es so weit ist, wird das Gremium des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes für Eisbären darüber beraten, wo „Anna“ und „Elsa“ einmal landen, so Kück. Jetzt machen die Zwillinge sich „darüber jedoch keine Gedanken“, denn: „Sie freuen sich über die Geburtstagsleckereien.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

FFP2-Maskenpflicht in Bremen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

FFP2-Maskenpflicht in Bremen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

FFP2-Maskenpflicht in Bremen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt
Made in Bremen: Schnitgers „Swelper“

Made in Bremen: Schnitgers „Swelper“

Made in Bremen: Schnitgers „Swelper“
Corona in Bremen: 2G-Plus-Regel soll bis Mitte Februar gelten

Corona in Bremen: 2G-Plus-Regel soll bis Mitte Februar gelten

Corona in Bremen: 2G-Plus-Regel soll bis Mitte Februar gelten
Feuerwehr-Notruf in Bremen: Frau bringt Kind am Telefon zur Welt

Feuerwehr-Notruf in Bremen: Frau bringt Kind am Telefon zur Welt

Feuerwehr-Notruf in Bremen: Frau bringt Kind am Telefon zur Welt

Kommentare