Umfassende Renovierung geplant

60 Jahre Park Hotel: Dorint will zum alten Glanz zurückkehren

Die Fassade des Park Hotels mit der charakteristischen Kuppel vom Hollersee aus gesehen. Seit 2013 betreibt Dorint das 1956 eröffnete Fünf-Sterne-Haus. - Foto: Kuzaj

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Stars wie Michael Jackson und Bud Spencer haben hier gewohnt, die Magiere Siegfried und Roy, der Sänger Robbie Williams, die schwedische Fußball-Nationalmannschaft. Glanzvolle Bälle wurden hier gefeiert. Goldene Zeiten, die zurückkehren sollen in das Fünf-Sterne-Haus mit einmaliger Lage am See und im Park. Die Betreibergesellschaft Neue Dorint geht deshalb jetzt in die Offensive – und feiert den 60. Jahrestag der Eröffnung des Hotels ganz groß. Zudem ist eine umfassende Renovierung geplant.

Erstmals in der Geschichte des Hotels gibt es Ende Mai einen „Tag der offenen Tür“. „Als Zeichen, dass wir offen sind, uns nicht abschotten“, sagt Norbert Huemer. Der Österreicher ist seit Mai vergangenen Jahres Direktor des Bremer Traditionshauses.

Und damit Herr über 113 Mitarbeiter, 175 Zimmer (davon 20 Suiten), neun Konferenz- und Veranstaltungsräume und einen großen Wellnessbereich. Aber das ist es nicht allein, was dieses Haus ausmacht. Es ist diese besondere emotionale Bindung, die es bei vielen Menschen weckt – bei Gästen und bei Beschäftigten, wie der Direktor früh bemerkt hat.

„Ich habe das so in meiner Karriere noch nie erlebt“, sagt Huemer. „Und ich habe schon viele Hotels gesehen.“ Nun, mit Blick auf die anstehenden 60-Jahr-Feierlichkeiten, hätten ihm bereits Menschen geschrieben. Viele Stammgäste habe er in den vergangenen Monaten kennengelernt, sagt Huemer. „Und auch jemanden, der 1956 bei der Eröffnung dabei war.“

Direktor Norbert Huemer schneidet eine hausgemachte Torte zum Jahrestag der Park-Hotel-Eröffnung an. - Foto: Kuzaj

Da ist er wieder, der Glanz vergangener Tage. „Die Zimmer sind ausnahmslos mit Privatbad versehen, das als kapriziösen Einfall ein zusätzliches Telephon bei der Wanne hat. Es herrscht die Stimmung solider bremisch abgewandelter Modernität“, schrieb die Wochenzeitung „Die Zeit“ im September 1956 über das soeben eröffnete Haus am Hollersee. Als man Telefon noch mit „ph“ schrieb, war noch alles schick und auf der Höhe der Zeit. Das hat sich geändert.

Dieses Thema wollen die Betreiber jetzt angehen. Eine „siebenstellige“ Summe werde man in Renovierungsarbeiten investieren, kündigte Huemer an. Zimmer, Wellnessbereich, nicht zuletzt die Tagungsräume – alles kommt dran. Wann? „Zeitnah“, anwortet Huemer. In den nächsten Monaten sollen die Arbeiten beginnen und sich dann über 18 bis 24 Monate hinziehen – „sukzessive“, wie es heißt. Und: „Wir wollen nicht den Charakter des Hotels ändern, der ist einzigartig.“

Die Auslastung liege bei 65 Prozent. Reicht das für deutlich schwarze Zahlen? Antwort: „So detailliert möchte ich das nicht sagen.“ Und: „Wir sind zufrieden, aber man darf sich nicht zufrieden geben.“

Jetzt jedenfalls soll erst einmal gefeiert werden. Am letzten Mai-Wochenende gibt es ein „Sommerfest“ – mit „Tag der offenen Tür“ und „Familientag“ am Sonnabend, 28. Mai (14 bis 20 Uhr). Ab 20.15 Uhr wird die Übertragung des Champions-League-Finales gezeigt. Am Sonntag, 29. Mai, folgt ein Jazz-Frühschoppen (11 bis 15 Uhr, Eintritt: 15,60 Euro).

Zudem will das Park Hotel in Zukunft wieder mehr gesellschaftliche Ereignisse selbst organisieren (und damit schaffen). Den Auftakt macht ein „Flanierball“ am Sonnabend, 5. November.

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