Raumfahrt

Einstieg in US-Markt: Satellitenbauer OHB mit 300-Millionen-Dollar-Auftrag

Fahnen hängen in Bremen vor dem Haupteingang des OHB, daneben montiert der Vorstandsvorsitzende Marco R. Fuchs.
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Die Satellitenbauer um den OHB-Vorstandsvorsitzenden Marco R. Fuchs haben einen 300 Millionen-Dollar-Auftrag für das Raumfahrtunternehmen an Land gezogen. (kreiszeitung.de-Montage)

Der Bremer Satellitenbauer OHB steigt in den US-Markt für Raumfahrt ein. Als Erstes sollen vier Telekommunikationssatelliten für 300 Millionen Dollar entstehen.

Bremen – Der Satellitenbauer OHB aus Bremen ist kurz davor, in den US-amerikanischen Markt für Raumfahrt einzusteigen. Wie das börsennotierte Unternehmen am Mittwoch in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, soll es derzeit abschließende Verhandlungen für einen Auftrag zum Bau von vier Telekommunikationssatelliten für das US-Unternehmen SpaceLink Corporation im Wert von mehr als 300 Millionen US-Dollar (etwa 260 Millionen Euro) geben. Darüber hinaus wollen die Satellitenbauer um den neuen Werder-Aufsichtsratschef Marco R. Fuchs* rund 25 Millionen US-Dollar in das Unternehmen SpaceLink investieren.

Unternehmen:OHB SE
Gründung:1958 (Ursprung als Otto Hydraulik Bremen GmbH), 1985 (aktiv in der Raumfahrt)
Sitz:Bremen
Leitung:Marco R. Fuchs (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiter:2769 (Stand: Ende 2018)
Umsatz:976 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2018)

Der neue Auftrag kann getrost als Meilenstein in der 36-jährigen Raumfahrt-Geschichte der Bremer Satellitenbauer gefeiert werden. Es dürften ordentlich die Sektkorken geknallt haben, schließlich wird der neue Auftrag auch als möglicher Türöffner für einen völlig neuen Markt – vor allen Dingen milliardenschweren Markt – gewertet.

Satellitenbauer OHB erhält 300-Millionen-Dollar-Auftrag: Vereinbarung wird nächste Woche unterzeichnet

Als 100-prozentige Tochtergesellschaft der OHB wird die OHB System AG in der kommenden Woche eine Vereinbarung mit den Amerikanern unterzeichnen, die die rechtliche Grundlage für das Satellitengeschäft schafft. Darin wird geregelt, wie Lieferung, Start und Betrieb der Satelliten laufen werden. Diese sollen mit je sechs Laser-Relais versehen werden, um vom Weltraum aus als Alternative zu Bodenstationen große Datenvolumina umzuschlagen.

Im Land Bremen tut sich einiges in jüngster Zeit in Sachen Raumfahrt. So wurden erst kürzlich die Pläne für einen schwimmenden Weltraumbahnhof in Bremerhaven vorgestellt. * kreiszeitung.de und deichstube.de sind Angebot von IPPEN.MEDIA.

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