Spaß vom Regen nicht verderben lassen

„B2Run“: 6.800 Teilnehmer laufen rund ums Weserstadion

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Pfützen, Regengüsse, Blitz und Donner: Der Firmenlauf „B2Run“ ist am Donnerstagabend mehrfach aufgrund des schlechten Wetters verschoben worden. Statt wie geplant um 18.30 Uhr, gingen die ersten Starter erst 20 Uhr auf die Strecke.

Bremen - Platzregen, Blitz, Donner und die Angst vor der Absage: Fast wäre die Firmenlaufmeisterschaft „B2Run“ am Donnerstagabend mit der Rekordmarke von 6 800 Teilnehmern rund um das Bremer Weserstadion buchstäblich ins Wasser gefallen.

Doch der Wettergott hatte ein Einsehen. Trotz mehrfacher Verschiebungen des Starts bis kurz nach 20 Uhr (offiziell 18.30 Uhr) tat das der guten Laune keinen Abbruch. Einige zogen schon vor dem Start ihre Runden am Osterdeich.

„Oh je, das wird doch heute nichts mehr“, sagte eine junge Frau noch zu ihrer Kollegin und spielte damit auf die dunklen Wolken an, die am Abend über Bremen zogen. Wolkengüsse und heftige Blitze machten zwar den Veranstaltern Sorge, die fast 7.000 Läufer nahmen das Ganze aber eher mit Galgenhumor. 

„Duschen brauche ich später wohl nicht mehr“, meinte André, der mit seinen Kollegen von der Daimler AG nicht nur deshalb gute Laune hatte, weil das Unternehmen mit 588 Teilnehmern zahlenmäßig am stärksten vertreten war. „Einfach eine coole Geschichte“, fügte er auf die Frage an, warum er dabei war. So ähnlich sahen das viele, die sich in insgesamt vier Startergruppen auf die rund 6,2 Kilometer lange Strecke machten.

Spaß am Sport mit Kollegen

Elena von Airbus sagte, sie finde es toll, auch mal außerhalb der Arbeit etwas mit Kollegen zu unternehmen. „Das hält fit und wir lernen uns besser kennen“, meinte sie und blies damit ins gleiche Horn wie Organisator Christoph Schulze Düllo. „In der Firma trägt der Chef einen Anzug, die Monteure den Blaumann. Heute haben alle die Farben der Firma an. Heute sind alle gleich“, formulierte er eines der großen Ziele des Laufs, an dem dieses Jahr 365 Unternehmen teilnahmen.

Und obwohl etliche der Läufer allein vom Herumstehen Muskelkater haben könnten und eine Jacke bei dem einen oder anderen angebracht gewesen wäre, wussten sich die Teilnehmer zu helfen. Viele liefen schon vor dem verschobenen Start ihre Runden am Osterdeich. So wie Maike und Paul, die bei einer Windenergie-Firma arbeiten. Für sie gebe es kein schlechtes Wetter, sagten die beiden. „Wir machen uns warme Gedanken und hoffen auf das Beste.“ Ihre Hoffnungen wurden letztlich ja erfüllt.

Auch wenn der Spaß bei der Veranstaltung im Mittelpunkt steht, hier die Namen der schnellsten Läufer: Bei den Frauen siegte Paula Böttcher mit einer Zeit von 23:20 Minuten, Jan Knutzen gewann bei den Männern in einer Zeit von 20:14 Minuten. Beide liefen für die Firma Horst Kaminski. - ko

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