Festivalstimmung bei den Fans der bremischen Autolegende

Wie in einer anderen Zeit

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Borgwards und andere Schätzchen auf einen Blick beim „Borgward-Welttreffen“ in Bremen. 

Bremen - Von Isabel Niesmann. Wer am Sonnabend aus dem modernen Shopping-Center „Waterfront“ in Gröpelingen in die Sonne trat, hatte ein wenig das Gefühl, in einer anderen Zeit gelandet zu sein: Auf der 30 Hektar großen Ausstellungsfläche standen Hunderte von Borgwards und weitere Schätzchen, um die sich Tausende von Besuchern und Teilnehmern drängten.

Uschi Nerke und Jörg Sonntag führten durch das aus den 60er Jahren bekannte Format „Beat Club and Friends“. Bei strahlendem Sonnenschein war der Sonnabend der besucherstärkste Tag des „Borgward-Welttreffens“. Einige der Autofreunde lagen in Campingstühlen, Bratwurstgeruch lag in der Luft. In entspannter Atmosphäre kam am dritten Tag des „Borgward-World-Meetings“ schnell Festivalstimmung auf.

Etwas hitziger gestaltete sich der Teile- und Zubehörmarkt zu: Feilschen, fachsimpeln und Schnäppchen schlagen, hieß es hier. Ersatzteile der Bremer Traditionsmarke sind seit dem Ende der Autolegende 1961 schwer zu bekommen und waren dementsprechend begehrt. Ähnlich begehrt waren auch die Merchandise-Artikel, die das Vorbereitungsteam, die Arbeitsgemeinschaft „Borgward Welt-Treffen 2016“ im Vorfeld extra entworfen hatte: Ein Buch und ein Hörbuch über den Werdegang der Marke sowie ein Auto- und ein Lkw-Quartett mit allen Borgward-Klassikern gehören dazu.

Heiß begehrt waren natürlich auch die echten Klassiker und Raritäten. Auch davon gab es auf dem Treffen viele Exemplare zu sehen, die die Herzen der Borgward-Freunde höherschlagen ließen, unter anderem das Goliath Pionier Cabriolet aus dem Jahr 1932 und ein Hansa Lloyd von 1923. Das älteste Fahrzeug, ein Lloyd von 1908, war aus Holz, für draußen nicht geeignet und stand deshalb in der „Waterfront“.

Der Sonnabend beim "Borgward-World-Meeting"

Auf der Bühne hatte am Morgen die Musikgruppe „Die Arster“ den Beginn gemacht. Die Beat-Club-House-Band „Larry and the Handjive“ empfing später viele Gastmusiker auf der Bühne, unter anderem Inga Rumpf, Blue Weaver und Brian Parrish. In der Geschichtswerkstatt teilten ehemalige Mitarbeiter ihre Erlebnisse mit den Besuchern. Abseits der Bühne führte eine Schiffstour zu einer Sonderausstellung mit Borgward-Fahrzeugen. Außerdem wurden zehn Oldtimer aus der Kröll-Sammlung versteigert. Am Abend fand eine Feier anlässlich des 125. Geburtstages von Carl F. W. Borgward statt.

Manches passte nicht ins Bild der 50er und 60er Jahre, sondern in die Gegenwart: Unter dem Motto „Borgward is back“ präsentierte der Vorstandsvorsitzende der Borgward Group AG, Ulrich Walker, das Businesskonzept für die neuen Borgward-Autos, von denen jährlich zwei neue Modelle erscheinen sollen. „Die Geschichte ist unser Fundament. Darauf bauen wir auf“, betonte er. Der Eintritt in den europäischen Markt sei für Ende 2017 beabsichtigt. Zunächst stehe China auf dem Plan.

Dementsprechend groß war auch das Interesse von chinesischer Seite. Das Welttreffen wurde sogar live nach Asien übertragen.

Der Freitag beim "Borgward-World-Meeting"

Der Sonntag beim "Borgward-World-Meeting"

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