„Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“

Eine „Wind-Wind-Situation“ im Universum

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„Tobbi“ (Vivienne Kaarow) und Roboter „Robbi“ (Denis Fischer) zeigen: etwas Licht auf die Solarzelle – und schon dreht sich der Ventilator.

Bremen - Roboter „Robbi“ (Denis Fischer, 41) geht aus dem Stand-by-Modus und tritt hinter einer Pappkulisse hervor, durch die bisher nur sein Gesicht zu sehen war. Er macht ein paar Lockerungsübungen zu Popmusik und beginnt damit, discotauglich zu tanzen. Da lachen einige Eltern und Großeltern.

Doch primär richtet sich das neue Science-Theaterstück „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ im Science-Center Universum an Kinder. Mit Versuchen beleuchtet es die Themen „Mobilität“ und „Logistik“.

Während „Robbi“ in seinem engen Silberanzug tanzt, fährt der elfjährige Forscher „Tobbi“, von Schauspielerin Vivienne Kaarow (39) sehr kindlich dargestellt, im „Fliewatüüt“ herein. Die beiden sind leider noch etwas träge. Da hilft „Tobbi“ nach und legt eine Spinnenattrappe auf den Boden. Schreie, muntere Hysterie: Beide rennen durch die Gegend, Adrenalin schafft Energie.

Luft auch. „Tobbi“ bläst einen Luftballon auf und lässt ihn durch die Luft sausen. Danach zeigen die beiden: Man kann die Richtung steuern, wenn man den Ballon an einem Band befestigt. „Tobbi“ erklärt: „Das nennt man Rückstoß.“

Das klappt auch mit einem kleinen Modellboot, auf das „Robbi“ eine Kerze stellt. Diese erwärmt zwei Röhrchen, in die Wasser fließt. Das Wasser dehnt sich aus und strömt nach hinten, während von vorne neues Wasser nachfließt.

Natürlich pufft und knallt es in der Show auch mal, etwa als „Robbi“ ein Brennstoff-Luft-Gemisch in einer großen Flasche anzündet. Eine kleine Explosion, das Prinzip des Verbrennungsmotors. Beide spielen das: „Tobbi“ mimt Explosionen und „Robbi“ eine Mechanik, die die Kraft in Bewegung umsetzt. Schöne Sache, wäre da nicht das Kohlendioxid. Aber den beiden fallen andere Energiearten ein, zum Beispiel die Sonne. Sie leuchten einen Ventilator mit Solarzelle an, der sich zu drehen beginnt. Würde man hier Strom aus Windenergie benutzen, wäre es sogar eine „Wind-Wind-Situation“. Schön ist es, dass es dann auch noch eine Verpuffung ohne Kohlendioxid-Ausstoß gibt. Dafür gibt „Tobbi“ Wasserstoff in Spüli-Wasser. Mit Wasserstoff gefüllt Blasen entstehen. „Robbi“ zündet sie an. Eine kräftige Stichflamme ist die Folge. „Da ist richtig viel Energie drin“, sagt „Tobbi“.

Das Publikum lernt auch, was man Gutes mit Kohlendioxid machen kann. „Tobbi“ zeigt eine Kiste, in der das Kohlendioxid eine Temperatur von Minus 78 Grad hat: Trockeneis. Er füllt ein paar Brocken davon in eine Flasche, gießt heißes Wasser drauf – und schon steigt ein Nebel aus der Flasche. „Tobbi“ erklärt: „Das Kohlendioxid verdrängt die Luft in der Flasche.“

n einem großen Wasserbehälter demonstriert er auch noch, dass Seifenblasen auf diesem Nebel schwimmen. Er braucht nur eine Gießkanne mit dem Dampf zu befüllen und schon hat er einen Feuerlöscher. Er kippt den Nebel heraus. Dieser geht nieder und erstickt die Flamme einer Kerze.

Das Stück lustig und erkenntnisreich, die Handlung ist von der bekannten Kinderserie losgelöst. Das „Fliewatüüt“ spielt keine wirklich große Rolle, aber dafür beleben zwei unterhaltsame Charaktere die Bühne.

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