Kunsthalle: 50 000. „Sylvette“-Besucherin / Große überregionale Resonanz

Eine Überraschung in Bremen

Freude an „Sylvette“ und über einen Ausstellungserfolg – von links gesehen: Professor Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle, Anton Michel, die 50 000. Besucherin Rita Michel, Stefania Magni und Bürgermeister Jens Böhrnsen. ·
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Freude an „Sylvette“ und über einen Ausstellungserfolg – von links gesehen: Professor Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle, Anton Michel, die 50 000. Besucherin Rita Michel, Stefania Magni und Bürgermeister Jens Böhrnsen. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj„Das ist ja mein Glückstag!“ Rita Michel, Italienisch-Dozentin an der Hamburger Volkshochschule, erlebte gestern eine Überraschung in Bremen. Die 66-jährige Picasso-Liebhaberin war am Nachmittag die 50 000. Besucherin der „Sylvette“-Ausstellung in der Kunsthalle.

50 000 Besucher, und das in der neunten von insgesamt 17 Ausstellungswochen – da kam auch Bürgermeister und Kultursenator Jens Böhrnsen (SPD), um zu gratulieren. Er überreichte der Hamburgerin einen großen Blumenstrauß. Professor Christoph Grunenberg, Direktor der Kunsthalle und Kurator der Ausstellung, spendierte Eintrittskarten und Katalog. Er freut sich über die enorme Resonanz auf die Picasso-Präsentation – weit über Bremens Grenzen hinaus, auch weit über Hamburg hinaus.

Apropos: 52 Prozent aller „Sylvette“-Besucher nehmen eine Anreise aus mehr als 100 Kilometern Entfernung in Kauf, um die Bremer Schau zu sehen, hieß es gestern in der Kunsthalle. Und: „Bremen ist im ‚Sylvette‘-Fieber.“

Die Ausstellung „Sylvette, Sylvette, Sylvette – Picasso und das Modell“, die am 22. Februar begann und bis zum 22. Juni dauert, kreist um Picassos „Sylvette“-Zyklus. Ausgangspunkt der Schau ist das „Sylvette“-Porträt aus der eigenen Sammlung, von Picasso am 3. Mai 1954 gemalt und seit 1955 im Besitz der Kunsthalle.

Im Frühjahr 1954 hatte der 73-jährige Picasso in Vallauris an der Côte d’Azur Sylvette David kennengelernt – eine hochgewachsene, blonde 19-Jährige mit einer Frisur, die Brigitte Bardot später kopierte. Picasso fragte Sylvette, ob er sie malen durfte. Ja, er durfte. Es entstand eine etwa 60 Arbeiten umfassende Werkgruppe: Gemälde und Zeichnungen, Keramiken und Skulpturen.

Sylvette David, die heute unter dem Namen Lydia Corbett in England lebt und selbst als Künstlerin arbeitet, war zum Ausstellungsbeginn in Bremen. Demnächst kommt sie noch einmal wieder. Ab dem 17. Mai zeigt sie eigene Arbeiten im Foyer des Theaters am Goetheplatz. In der Nachbarschaft der Kunsthalle also.

Bereits am Sonnabend, 3. Mai, wird das Bremer „Sylvette“-Bild 60 Jahre alt. Von 15 bis 17 Uhr gewährt die Kunsthalle an jenem Tag allen Frauen, die im „Sylvette“-Look der 50er erscheinen, freien Eintritt – Kunstvermittlung im Zeichen zeitgenössischen Marketings.

Rita Michel erschien gestern als Rita Michel – dafür mit Ehemann Anton Michel und mit ihrer italienischen Nichte Stefania Magni. Eigentlich war es so etwas wie ein Testbesuch. Zur Vorbereitung. Denn die Volkshochschul-Dozentin möchte die Ausstellung noch einmal mit ihren Schülern ansehen. „Mit 30 Leuten.“ Wieder etliche Kunsthallen-Besucher, die eine längere Anreise in Kauf nehmen.

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