Katholiken verabschieden Wilfried Langosz

Eine Ära an der Orgel

Ende einer Orgel-Ära: Bremens Katholiken verabschieden ihren Kirchenmusikdirektor Wilfried Langosz in den Ruhestand.
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Ende einer Orgel-Ära: Bremens Katholiken verabschieden ihren Kirchenmusikdirektor Wilfried Langosz in den Ruhestand.

Bremen - Von Thomas Kuzaj · 1976 hat er sein Amt als Regionalkantor an der Propsteikirche St. Johann im Schnoor und als Kirchenmusikdirektor für das Dekanat Bremen angetreten – und seither hat er mehr als 20 000 Gottesdienste an, mit und auf der Orgel begleitet.

Katholiken werden nun schon wissen, um wen es hier geht. Um Wilfried „Willi“ Langosz natürlich. Die Amtszeit des Kirchenmusikdirektors – wie soll man sagen – klingt nun aus, womit, wie zu erwarten ist, die Tage der Loblieder beginnen. Anders ausgedrückt: Langosz geht in den Ruhestand, und sein Wirken wird gewürdigt.

Am Freitag, 7. Februar, wird Langosz mit einem Konzert verabschiedet – und am Sonntag, 9. Februar, mit einem festlichen Gottesdienst. Das Konzert zu Ehren von Wilfried  Langosz beginnt um 20 Uhr in der Propsteikirche St. Johann. Es spielen Organisten, mit denen Langosz befreundet ist – unter ihnen Professor Wolfgang Baumgratz von der Domgemeinde, Ansgar Müller-Nanninga aus der Liebfrauenkirche, Karl-Bernhard Hüttis, Martin Tigges und Propst Dr. Martin Schomaker. Der Eintritt ist frei.

Der Abschiedsgottesdienst wird am 9. Februar um 11 Uhr gefeiert – ebenfalls in der Propsteikirche St. Johann.

Lob für Langosz gab es bereits von Katholiken-Sprecherin Dr. Martina Höhns: „Auf seine Verlässlichkeit, seinen Perfektionismus, seine Freundlichkeit und seinen Humor konnten sich die verschiedenen Kapläne, Pfarrer und Pröpste, die Gemeindemitglieder und besonders die Sänger der von ihm geleiteten Chöre immer verlassen.“

Unter Langosz kam in St. Johann „regelmäßig das kirchenmusikalische Vokalrepertoire vom gregorianischen Choral bis zu zeitgenössischen Oratorien“ zur Aufführung.

Höhns: „Dabei beschränkte er sich nicht auf die klassischen Messen oder Passionen von Schütz bis Mozart, Beethoven oder Schubert, sondern wagte sich auch immer wieder an unbekannte und kaum aufgeführte liturgische Musik.“

Ein Vollzeit-Job, in dem sich viel Freude an der Musik ausleben lässt, der aber auch viel fordert – vor allen Dingen: Zeit. „Fast 40 Jahre lang hatte ich eine Sechs-Tage-Woche und war besonders sonntags und an den Feiertagen kaum zu Hause“, wird Langosz zitiert. Und mit dem für ihn charakteristischen Humor fügt er an: „Mein Sohn hat aus Protest lange Heavy Metal gehört.“

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