„Rain – A Tribute to the Beatles“ begeistert in Bremen drei Generationen von Musikfans

Eine mitreißende Zeitreise

Grellbunt werden die Beatles bei „Sgt. Pepper“. Die „Rain“-Musiker begeisterten das Bremer Publikum.

Bremen - Von Corinna Laubach · Beatlemania im Musicaltheater! Man muss sich schon zweimal Augen und Ohren reiben, denn es scheint so, als stünden mit „Rain – A Tribute to the Beatles“ die vier Liverpooler wieder auf der Bühne.

Was mit einem verschmitzen „I wanna hold your hand“ beginnt, endet rund zwei Stunden später mit einem furiosen „Hey Jude“, bei dem auch beim aus mehreren Generationen zusammengesetztes Publikum schon lange kein Halten mehr ist. Dazwischen liegen 120 Minuten, die viel zu schnell vergehen. Die phantastischen Musiker liefern zur Bremen-Premiere vor ausverkauftem Haus eine irre Zeitreise durch zwei Jahrzehnte Beatles-Musik-Geschichte ab. Handgemacht, echt, mitreißend und überzeugend.

Für „Rain“ muss der Besucher nicht einmal Beatles-Fan sein. Es reicht, Musik jenseits der kompletten Elektronik wertzuschätzen. Die Vielzahl ist aber eindeutig Fan der unvergessenen Band, die Stadien füllte und die Mädchen reihenweise in Ohnmacht fallen ließ. Textsicher zeigt sich das Publikum, immer wieder gibt es spontanen Applaus für die verblüffend täuschend echte Leistung von Graham Alexander (Paul McCartney), Joe Bologna (Ringo Starr), Tom Teeley (George Harrison) und Alan LaBoeuf (John Lennon).

„Rain“ ist vor allem ein großer Spaß, vor allem Konzert und nicht Show. Große Beatles-Hits wie „A hard day‘s night“, „Day tripper“, „While my guitar gently weeps“ oder „Let it be“ dürfen natürlich nicht fehlen. Jede Mimik stimmt, jedes kleine Detail passt. Mit wenig Effekt und ganz viel Musik erobert das Quartett Bühne und Publikum. Und dabei sind die Musiker alles andere als eine simple Coverband. Hinter dem großen Original muss sich die Combo keineswegs verstecken.

Souverän und mit reichlich Charme meistert sie den Zeitsprung von 1964 bis Anfang der 70er Jahre. Geschickt wird durch die Zeit und die Alben manövriert. Es beginnt Schwarz-Weiß in Liverpool, steigert sich grellbunt zu „Sgt. Pepper“ und endet barfüßig mit „Love and Peace“. Aus den schüchtern wirkenden Pilzköpfen werden selbstbewusste Stars, die zur „Revolution“ aufrufen.

Abgerundet wird diese Ausnahme-Hommage von einer sehr akzentuiert eingesetzten Videoprojektion mit Bildern des jeweiligen Jahrzehnts und Beatles-Abschnitten. So haben selbst heute 20-, 30- oder 40-Jährige das Gefühl, damals hautnah dabei gewesen zu sein. Fazit eines glückseligen Publikums: Die Beatles würden als erste Boygroup der Popgeschichte auch heute noch begeistern. Standing Ovations für die falschen „Fab Four“!

· „Rain“ gastiert bis noch bis Sonntag, 2.  Mai, im Musicaltheater am Richtweg. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Ticktes von etwa 39 bis 63 Euro gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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