Baustart für Forschungszentrum „Ecomat“

„Eine Hülle für das Gehirn“

Dr. André Walter (v. l.), Martin Günthner und Michael Göbel beim ersten Spatenstich für das Forschungszentrum „Ecomat“. - Foto: vr

Bremen - Von Viviane Reineking. Vier Jahre lang wurde intensiv geplant, gestern dann der offizielle Baustart für das Forschungs- und Entwicklungszentrum „Ecomat“ in der Bremer Airport-Stadt. „Ein Leuchtturmprojekt, mit dem wir Bremens internationale Spitzenposition in der Luftfahrt weiter stärken“, so Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD).

Gemeinsam mit „Bauherr“ Michael Göbel, Geschäftsführer Kaufmännische Dienste der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB), und Dr. André Walter, Standortleiter Airbus Bremen, griff Günthner zum Spaten und gab damit den Startschuss für den Bau des Technologiezentrums an der Cornelius-Edzard-Straße. Ab Ende 2018 sollen dort in Laboren, Büros und einem Technikum rund 500 Mitarbeiter aus Wirtschaft und Wissenschaft auf insgesamt knapp 22 000 Quadratmetern arbeiten. Mit einem Investitionsvolumen von 58 Millionen Euro ein Großprojekt, „eine der zentralen Investitionen, die wir in Bremen machen“, so Günthner. Den Angaben nach wird es nicht staatlich gefördert, sondern soll über die Vermietung refinanziert werden.

Mit dem „Ecomat“ (Center for eco-efficient Material and Technologies) sollen Wirtschaft und Wissenschaft enger verknüpft werden, „weil sich das in Bremen als Erfolgsgeschichte entwickelt hat“, so der Wirtschaftssenator. Mit dem gemeinsamen Projekt der Stadt Bremen mit Airbus und weiteren Partnern sollen im „Ecomat“ Kompetenzen sowie Strukturen zur Erforschung und Entwicklung für die Schlüsseltechnologie Leichtbau, für innovative Materialien und Oberflächentechnologien unter einem Dach gebündelt werden. Das „zentrale wirtschaftspolitische Vorhaben des Landes Bremen“ (Günthner) habe eine hohe Bedeutung auch über die Luftfahrt hinaus. Profitieren sollen auch die Automobil- und Windindustrie sowie der Anlagen-, Maschinen- und Schiffbau.

Eine große Rolle spielen die Digitalisierung und neue Technologien wie der 3D-Druck – auch für Airbus, das mit dem Faserinstitut Bremen Hauptmieter im „Ecomat“ ist. „Gemeinsam mit der Wissenschaft wollen wir diese Themen weiter vorantreiben“, so Walter.

„Ecomat“ sei aber mehr als nur ein Gebäude, so Günthner. Bereits seit Beginn der Planungen werde über gemeinsame Projekte die Zusammenarbeit der Partner forciert, so dass es nach Fertigstellung des Gebäudes einen „fliegenden Start“ geben könne. Nun werde aber erstmal „für das Gehirn eine Hülle erstellt“, so Walter.

Zu den künftigen Mietern gehören auch industrielle Partner wie Daimler und wissenschaftliche Einrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (Ifam) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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