HKK: Keine Zusatzbeiträge, stattdessen Prämienschecks / Rekordüberschuss und deutlicher Mitgliederzuwachs

Eine gesunde Krankenkasse zieht Bilanz

Der HKK-Sitz an der Martinistraße: Sonnenschein und blauer Himmel.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Der Handelskrankenkasse (HKK) fliegen die Mitglieder zu. Seit andere Kassen Zusatzbeiträge erheben, wechseln viele Versicherte. Im ersten Halbjahr 2010 zählte die HKK mehr als 16 000 neue Mitglieder, was einem Nettowachstum von sieben Prozent entspricht.

„Insgesamt erwarten wir mehr als zehn Prozent Zuwachs in diesem Jahr“, sagt HKK-Vorstand Michael Lempe. Im vergangenen Jahr – nur zum Vergleich – begrüßte die Kasse netto 2001 Neumitglieder. 217 501 Mitglieder hatte die Kasse zum 1. Januar. Inzwischen sind es – wieder netto – 232 000 Mitglieder, was insgesamt 333 000 Versicherten entspricht, wie HKK-Sprecher Holm Ay sagt.

Alte wie neue Mitglieder müssen hier nicht mit Zusatzbeiträgen rechnen. „Wir sind eine der wirtschaftlich stärksten Kassen überhaupt“, so Vorstand Lempe. Das Mitgliederwachstum bezeichnet er als „Jungbrunnen“ – das Durchschnittsalter liegt bei nur noch 39,1 Jahren. In der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt liegt er bei 43,7 Jahren.

Die HKK also ist gesund. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete sie einen Überschuss von 27,4 Millionen Euro – Rekord. Alle Mitglieder bekamen eine Prämienausschüttung in Form eines Schecks über 60 Euro. Rechnet man diese insgesamt 12,7 Millionen Euro hinzu, dann lag das HKK-Ergebnis sogar bei etwas mehr als 40 Millionen Euro. Für 2010 hat die Kasse ihren Mitgliedern erneut einen 60-Euro-Scheck versprochen. Keine Schulden und Zinserträge aus Rücklagen, vollständig gebildete Pensionsrückstellungen und niedrige Verwaltungskosten – Lempe nennt mehrere Gründe für die gute Lage seiner Kasse. Hinzu komme ein „hoher versicherungstechnischer Ertrag“.

Die Leistungsausgaben stiegen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent je Mitglied. Auch hier liegt die HKK unter dem Bundesdurchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung, wo diese Steigerung 5,8 Prozent betrug. Das meiste Geld zahlte die HKK an Krankenhäuser (168,5 Millionen Euro, plus 3,2 Prozent), ambulante Ärzte (108,7 Millionen Euro, plus 9,4 Prozent) und für Arzneimittel (95,6 Millionen Euro, plus 4,9 Prozent). „Exorbitant“ zugenommen hätten „psychische und psychiatrische Erkrankungen“, hieß es weiter. Hier spiegelten sich Existenzängste, Verschuldung, Mobbing am Arbeitsplatz wider.

Vorstand Lempe ist ein Mann, der gegenüber der (Gesundheits-)Politik deutlich auftritt. Er fordert von ihr zum Beispiel „mehr Fairness gegenüber den Versicherten“. Die dürften nicht alleine mit Zusatzkosten belastet werden. „Wir meinen, die Arbeitgeber sollten angemessen beteiligt werden.“

WWW.

hkk.de

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