Neujahrsempfang am Flughafen mit rund 250 Gästen / Neue Verbindungen

„Eine exzellente Basis“

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Stellten sich beim Neujahrsempfang 2013 am Airport für ein Gruppenfoto der Presse: Jürgen Bula (Geschäftsführer Airport Bremen, v.l.), Klaus-Peter Siegloch (Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft), Dr. Matthias Fonger (Vorsitzender des Fördervereins „Wirtschaft pro Metropolregion“) und Klaus Platz (Geschäftsführer des Vereins „Via Bremen“). ·

Bremen - Von Jörg Esser„Bremen ist und bleibt ein spannender Wirtschaftsstandort“ – sagt Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Der Flughafen zählt zu den Erfolgsfaktoren. Und die Stadt muss keinen Steuercent dazuzahlen. „Wir bleiben subventionsfrei und schreiben schwarze Zahlen“, sagte Flughafen-Chef Jürgen Bula gestern vor rund 250 Gästen beim Neujahrsempfang in der Bremenhalle des Airports.

Gastgeber des Empfangs waren neben der Flughafengesellschaft auch die Logistikinitiative „Via Bremen“ sowie der Förderverein „Wirtschaft pro Metropolregion“. Auch das ist ein Indiz für den Stellenwert des Airports im Wirtschaftsgefüge der Hansestadt. Und weit darüber hinaus. „Wir verleihen der Region Flügel“, hat Bula den passenden Slogan parat. „Der Flughafen ist die Start- und Landebahn für Geschäfte in aller Welt“, sagt der Senator. Der Airport im Neuenlander Feld sei „eine exzellente Basis“, weil er die Hansestadt und ihr Umland mit einer ganzen Reihe wichtiger Drehkreuze verbindet. Mit München, Zürich, Paris. Seit wenigen Monaten auch mit Istanbul – und zwar durch Turkish Airlines. Bremen ist die erste neue Basis der türkischen Fluglinie in Deutschland seit 40 Jahren. Darauf ist Bula stolz. Und auch darauf, dass ab Frühjahr Moskau, Rom, Nizza sowie „weitere Städte in der Badewanne des Mittelmeeres“ von Bremen aus angesteuert werden. Der irische Billigflieger Ryanair wird die vierte Maschine in Bremen stationieren und ab Sommer 25 Ziele ansteuern, die Berliner Airline Germania die Zahl ihrer Flugziele auf 18 erhöhen und drei Flieger am City-Airport stationieren, Turkish Airlines wird täglich Istanbul ansteuern und die polnische Fluggesellschaft Eurolot hebt mehrmals wöchentlich gen Danzig ab.

Im vergangenen Jahr hat der Flughafen 2,447 Millionen Passagiere gezählt – trotz der zehn Millionen Euro teuren Sanierung von Start- und Landebahn und einer sechstägigen Vollsperrung der Flughafens im August. „Wir waren pünktlich fertig und sind im Budget geblieben“, sagte Bula mit Blick nach Berlin zum unseligen Flughafendebakel.

Bleibt das Thema Fluglärm. In Bremen wird es auch weiterhin kein generelles achtstündiges Nachtflugverbot geben. Die Bürgerschaft hat einen entsprechenden Antrag der Linken abgelehnt.

Von Straßen- und Bahnlärm sind nachts 30-mal mehr Menschen betroffen als vom Fluglärm, warf Klaus-Peter Siegloch, mittlerweile Bundesvorsitzender des deutschen Verbandes der Luftverkehrswirtschaft, in die Diskussion ein. Noch eine Zahl hatte der Lobbyist parat: „Auf 100 Kilometer verbraucht die deutsche Luftfahrt durchschnittlich weniger als vier Liter Treibstoff pro Passagier.“ Und das wird jetzt auch plakatiert. Die Luftverkehrsbranche, so Siegloch, „fordert faire Spielregeln“.

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