Entwicklung der Bremer Innenstadt: Deputationen segnen Leitlinien für das Ansgariviertel ab

Bremer Ansgariviertel: "Eine Einladung an Investoren"

Es gibt Orte in der Bremer Innenstadt, die sehr verbesserungswürdig sind. Die Kleine Hundestraße etwa gehört zu dem Bereich, um den es gestern in der gemeinsamen Wirtschafts- und Baudeputationssitzung ging.

Bremen - Von Thomas Kuzaj · „Mehr Kaufkraft aus dem Umland nach Bremen zu ziehen, das ist das Ziel. Und das Ansgariviertel ist entscheidend dafür.“ Das sagte Wirtschafts-Staatsrat Heiner Heseler gestern auf der gemeinsamen Sitzung der Deputationen für Bau und Wirtschaft.

Mit den Stimmen der Regierungskoalition aus SPD und Grünen nahmen die Deputierten die – gemeinsam mit Handelskammer und City-Initiative – entwickelten Leitlinien zur Entwicklung des Ansgariviertels an. Sie sollen die Basis für eine „Fortschreibung des Innenstadtkonzepts“ sein. Die oppositionelle CDU findet das im Prinzip auch alles richtig und wichtig, konnte sich aber nicht zu einer Zustimmung durchringen – sie beharrte auf ihrer Forderung nach einem „Masterplan“ gleich für die gesamte City.

Erst einmal anfangen – das hingegen ist das Motto der Koalition. Heseler: „Wir wollen heute den Eigentümern der Grundstücke und den potentiellen Investoren sagen, in Bremen wird sich etwas verändern – und wir laden Euch ein, mitzumachen.“ Bausenator Reinhard Loske (Grüne): „Was wir machen, ist der Versuch einer strukturierten Entwicklung eines Gebiets.“

Dieses Gebiet – hier zusammenfassend Ansgariviertel genannt – erstreckt sich praktisch vom Parkhaus Mitte bis zum Brill-Parkhaus. An beiden Endpunkten also hat Bremen sehr direkten Einfluss, weil der Stadt – über die Parkhausgesellschaft Brepark – auch die Areale gehören. Karin Krusche, Deputierte der Grünen: „Wenn wir die Brepark-Grundstücke verscheuert hätten, wie die FDP das möchte, hätten wir da keine Einflussmöglichkeit mehr.“

Zwischen den Parkhäusern liegen Galeria Kaufhof, der Hanseatenhof, C&A, der Lloydhof und schließlich die Ansgaritorstraße. Hier, so die Idee, soll mehr Platz für Einzelhandel und Freizeitangebote entstehen. Wegebeziehungen, die Senatsbaudirektor Franz-Josef Höing „sperrig“ nennt, weil sie im Nichts enden, sollen verschwinden. Ein Beispiel sei die Straße Wegesende: „Hier ist der Name ein bisschen Programm.“ Alles könnte sich ändern, wenn am Standort des Brill-Parkhauses ein neues Tor zur Innenstadt entstünde. Möglich wäre es weiter, sich an historischen Wegebeziehungen zu orientieren, Pelzer- und Knochenhauerstraße miteinander zu verknüpfen. Auch, wer aus der Lloyd-Passage herauskommt, soll auf dem Hanseatenhof nicht mehr in einer gefühlten Sackgasse stehen. Leerstände zeigten, dass etwas geschehen müsse, so Höing. Die Leitlinien seien „ein stadträumliches Passepartout“. Nun sind Investoren erwünscht, die sich in dem Rahmen bewegen wollen. Ein Grund für die Aktivitäten: Bremen hat nur 16 Prozent seines Einzelhandels in der Innenstadt. In vergleichbar großen Städten sind es „20 bis 25 Prozent oder mehr“, so Senator Loske. Es gelte, zusätzliche Verkaufsflächen in der Innenstadt zu schaffen.

Bau- und Wirtschaftsressort sollen den beiden Deputationen „nach der Sommerpause“ einen „Fortschrittsbericht“ präsentieren.

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