Konfuzius-Institut soll Sprache, Kultur und Wirtschaft Chinas näherbringen

„Ein wichtiger Baustein“

Bremen - Mit einer feierlichen Eröffnung in der Oberen Rathaushalle hat gestern der Verein Konfuzius-Institut Bremen seine Arbeit in der Hansestadt aufgenommen. Seinen Sitz hat das Institut an der Ansgaritorstraße 1.

Konfuzius-Institute sind die offiziellen Institute Chinas zur Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur. Das erste Konfuzius-Institut wurde 2004 in Seoul gegründet. Das Bremer Konfuzius-Institut ist das 14. in Deutschland.

Das Konfuzius-Institut Bremen ist eine gemeinsame Gründung der Hochschule Bremen, ihrer Partneruniversität Capital Normal University in Peking sowie der Universität Bremen, der Jacobs-Universität und des Wirtschaftsressorts.

Für den neuen Vorstand des Instituts hob die Rektorin der Hochschule, Prof. Dr. Karin Luckey, hervor: „Spätestens mit der Teilnahme Bremens an der Expo 2010 ist eine Vielzahl von intensiven Beziehungen gewachsen.“ WirtschaftsStaatsrat Dr. Heiner Heseler ergänzte: „Dieser positive Eindruck braucht Nachhaltigkeit.“ Er betonte gestern auf einer Pressekonferenz vor dem Empfang in der Oberen Rathaushalle die Kooperationen von deutschen und chinesischen Firmen.

Mit dem Konfuzius-Institut wollen die Hochschule und ihre Gründungspartner die Aufmerksamkeit für den aufstrebenden Wirtschafts- und Kulturraum China sowie Bremen als Chinaschwerpunkt der Nordwestregion bekannter machen. Heseler: „Das Konfuzius-Institut ist ein wichtiger Baustein der Strategie des Landes Bremen.“ Neben der „Willkommenskultur“ ist die Ausbildung von Lehrkräften und die Entwicklung von Lehrmaterialien für die Fachsprache Chinesisch (Wirtschaftschinesisch und technisches Chinesisch) geplant. Es wird zudem Sprachkurse für Anfänger, Fortgeschrittene, Kinder und Senioren geben.

Charakteristisch für die Konfuzius-Institute ist, dass es sich bei ihnen – anders als im Fall der Goethe-Institute – in der Regel um eine Dreiecks-Kooperation zwischen je einer chinesischen und lokalen Universität sowie dem Nationalen Leitungsgremium für Chinesisch als Fremdsprache („Hanban“) handelt. Das Bremer Institut wird mit 150 000 US-Dollar Startkapital aus China ausgestattet. Die Bremer Hochschulen steuern je 10 000 Euro bei, das Wirtschaftsressort 20 000 Euro. Das Konfuzius-Institut hat zwei Direktorinnen: die chinesische Professorin  Jianping Zhang und die deutsche Professorin Monika Schädler. Die Geschäftsführung hat die Wirtschaftssinologin Maja Linnemann. · sk

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