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Ein Steward mit Akzent: Stefan Reil spielt auf dem Bremer Theaterschiff

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Von: Thomas Kuzaj

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Mit dem Rettungsring auf dem Theaterschiff, im Hintergrund die Arkaden an der Tiefer: Stefan Reil spielt in der Komödie „Weiber 2.0“ den Charmeur und Steward Miguel, der die Frauen an Bord verrückt macht.
Mit dem Rettungsring auf dem Theaterschiff, im Hintergrund die Arkaden an der Tiefer: Stefan Reil spielt in der Komödie „Weiber 2.0“ den Charmeur und Steward Miguel, der die Frauen an Bord verrückt macht. © Kuzaj

Bremen – „Halber Ösi, halber Bayer“ – so beschreibt er sich im Gespräch, der Schauspieler und Musicaldarsteller Stefan Reil. Aber auch: „Wahl-Hamburger.“ Das Maritime also liegt ihm ebenfalls im Blut, und das ist auch gut so, denn jetzt spielt er auf dem Bremer Theaterschiff an der Tiefer einen Steward, der an Bord eines Kreuzfahrtschiffs arbeitet.

Eine Kreuzfahrt auf dem Theaterschiff, sozusagen – maritimer kann es kaum werden. Worum geht’s? Um ein Stück, das den Sommer auf der Weser versüßen soll: „Weiber 2.0“, so heißt es. Die Bremer Schauspielerin und Regisseurin Martina Flügge hat die Fortsetzung des Kassenschlagers „Weiber“ geschrieben. Uraufführung: Donnerstag, 2. Juni, 20 Uhr. Weitere Termine stehen dann bis zum 4. September auf dem Spielplan.

Die drei Freundinnen Anke (Anne-Kathrin Fremy), Bärbel (Martina Flügge) und Claudia (Suzanne Andres) freuen sich auf einen besonderen Ausflug: Claudia hat ihre beiden Freundinnen zu einer Kreuzfahrt eingeladen. Steward Miguel (eben: Stefan Reil) verwöhnt das fröhliche Trio. Doch natürlich kommt es zu unerwarteten Turbulenzen, denn Claudia hat ein Geheimnis… Folglich wird „erneut gestritten, gesungen, gelacht und getanzt und natürlich der eine oder andere Sekt zu viel getrunken“, heißt es in einer Vorschau des Theaterschiffs.

„Er ist ein Charmeur“

Doch zurück zu Steward Miguel… was ist er eigentlich für ein Typ? Reil sitzt beim Gespräch an einem Tisch des Theaterschiffs, lacht und antwortet: „Er ist einer, auf den alle Frauen an Bord abfahren. Die finden ihn alle ganz toll, er ist ein Charmeur.“ Und er hat natürlich auch stets ein prickelndes Getränk für die Damen parat. Damen, die durchaus unterschiedlich sind: „Anke ist Hausfrau und Mutter, Bärbel hat eine kleine Sehschwäche, Claudia ist die Weltgewandte und Mondäne.“

Das Ensemble – von links gesehen: Martina Flügge, Suzanne Andres, Stefan Reil und Anne-Kathrin Fremy in der musikalischen Komödie „Weiber 2.0“, die am Donnerstag, 2. Juni, uraufgeführt wird.
Das Ensemble – von links gesehen: Martina Flügge, Suzanne Andres, Stefan Reil und Anne-Kathrin Fremy in der musikalischen Komödie „Weiber 2.0“, die am Donnerstag, 2. Juni, uraufgeführt wird. © Linus Klose

Allein unter Frauen, Steward Miguel scheint es zu genießen. Und Stefan Reil – auf der Bühne so allein unter Kolleginnen? „Wir sind eine kleine Gruppe, alles läuft harmonisch. Das transportiert sich auch zum Publikum. Wenn ein Ensemble sich gut versteht, dann merkt man das als Zuschauer.“

Regie führt Oliver Geilhardt. „Er lässt uns viel ausprobieren, viel anbieten.“ Das mache viel Spaß, sagt Reil – und ohnehin biete eine Uraufführung ja die schöne und spannende Möglichkeit, „eine Figur mitzukreieren“. Da kommt man auf Ideen! Zum Beispiel auf die Idee, Steward Miguel mit einem spanischen Akzent sprechen zu lassen. Doch wie geht der Akzent genau? Reil hat sich bei einem Engagement am Theater in Hof professionellen Rat geholt: „Dort haben mir die spanischen Balletttänzerinnen Tipps gegeben.“

Hit-Songs in überraschenden Versionen

Und so hat der charmante Steward seinen charmanten Akzent bekommen. Hat Stefan Reil selbst auch schon einmal eine Kreuzfahrt gemacht? Nun, er hat schon auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet, erzählt der Schauspieler. Für das österreichische Fernsehen etwa moderierte er ein Reisemagazin. Das war an Bord der „Costa Concordia“, die später (wegen ihrer Havarie nach der Kollision mit einem Felsen im Januar 2012) zu traurigem Ruhm kam. Im Sommer vergangenen Jahres war Reil dann auf der „Europa“ – für musikalische Show-Auftritte.

Apropos Musik – die spielt auch in „Weiber 2.0“ eine wichtige Rolle, schließlich handelt es sich bei dem Stück ganz ausdrücklich um eine musikalische Komödie. Reil spricht von einer „guten Mischung“. Bekannte Hits verschiedener Jahrzehnte, aber nicht zu vordergründig und plump. Sondern eher mit Überraschungen. So sei beispielsweise „Oops!…I Did It Again“ von Britney Spears dabei – und zwar „in einer supercoolen Jazz-Version“.

Karten zum Preis von 31,50 und 33,50 Euro gibt es unter anderem im Ticketshop an der Balgebrückstraße 8 (Nähe Domsheide).

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