1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bremen

Ein neues Domizil für die Bremer Philharmoniker

Erstellt:

Von: Elisabeth Gnuschke

Kommentare

Christian Kötter-Lixfeld, Intendant der Bremer Philharmoniker.
Christian Kötter-Lixfeld, Intendant der Bremer Philharmoniker. © Caspar Sessler

Bremen – Und wieder ist ein Stückchen mehr im neuen Tabakquartier in Woltmershausen fertig: Die Bremer Philharmoniker beziehen gerade ihr neues Probendomizil in der denkmalgeschützten „Halle 1“ der ehemaligen Tabak- und Zigarettenfabrik Martin Brinkmann.

In der anderen Hälfte der Halle befindet sich seit dem Sommer 2021 die zweite Spielstätte des Weyher Theaters: das Boulevardtheater Bremen.

Projektentwickler ist das Unternehmen Justus Grosse, das aus dem alten Brinkmann-Areal ein neues Quartier mit historischem Charme macht. Gastronomie, Kultur, Büros und Wohnungen finden sich hier. Mit einer Bauzeit von etwa zwölf Monaten sind nun auf 2 950 Quadratmetern die neuen Proben- und Veranstaltungsräume für die Bremer Philharmoniker entstanden. Dazu gehört ein Saal mit 373 Plätzen. Die Philharmoniker möchten hier künftig nicht nur proben, sondern auch Konzerte geben. Die erste Probe ist für Mittwoch, 11. Mai, geplant. Rund 10,2 Millionen Euro hat Grosse in den Umbau der „Halle 1“ investiert. Mit den Philharmonikern und dem Boulevardtheater gibt es hier geballte Kultur ganz unterschiedlicher Art.

Neben dem Saal und der Musikwerkstatt mit Instrumenten und Tonstudio für Schulklassen, Familien und Erwachsene befinden auch auch Stimmzimmer, Solistengarderoben, ein Notenar-chiv, Büroräume und Besprechungszimmer sowie ein Foyer und eine Lounge für die Zuschauer in dem neuen Domizil der Philharmoniker. Geplant sind den Angaben zufolge besondere Veranstaltungsformate wie Familienkonzerte, Festivals, musikalische Lesungen, Kammermusik und genreübergreifende Konzerte. Die eigens für die neue Halle konzipierte Konzertreihe „PhilX“ bietet zudem an ausgewählten Freitagen eine Bühne für außergewöhnliche Programme von Klassik bis Jazz, mal mit Schauspielern oder Autoren, mal experimentell, analog oder digital. Die offizielle Eröffnung der neuen Räume ist für Sonnabend, 10. September, mit einem „beschwingten Festkonzert“, wie es am Dienstag hieß, geplant. Am Sonntag, 11. September, dürfen Interessierte beim „Tag der offenen Tür“ hinter die Kulissen schauen.

„Der Umzug ins Tabakquartier ist für uns fast so etwas wie ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk“, freute sich Christian Kötter-Lixfeld, Intendant der Bremer Philharmoniker. In zwei Jahren feiert das Orchester seinen 200. Geburtstag. Bei großen Orchesterwerken stünden bis zu 90 Musiker auf der Bühne, daher sei es wichtig, bereits in der Probenphase über einen großen Saal mit guter Akustik zu verfügen. Der Saal in der „Halle 1“ mit „ausgezeichneten Probenverhältnissen“ könne für besondere Konzertformate genutzt werden. „Wir begrüßen das Publikum quasi bei uns zu Hause“, so der Intendant.

In der Nachbarschaft liegt das Zentrum für Kunst, das nach Angaben einer Grosse-Sprecherin ebenfalls demnächst eröffnet wird – ein weiterer Baustein für den kulturellen Mittelpunkt im Quartier. Die Grosse-Geschäftsführer Joachim Linnemann und Clemens Paul freuten sich, die Philharmoniker als weiteren wichtigen kulturellen Akteur für das Quartier gewonnen zu haben. Das Tabakquartier soll bis Ende 2024 fertig sein. Gesamtinvestition: mehr als 700 Millionen Euro.

Auch interessant

Kommentare