Polizei sucht Zeugen

Ein „netter und charmanter“ Betrüger bringt Frauen um ihr Geld

Ein Betrüger ergaunert auf Bahnhöfen von jungen Frauen Geld – die Polizei bittet Opfer, sich zu melden.
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Ein Betrüger ergaunert auf Bahnhöfen von jungen Frauen Geld – die Polizei bittet Opfer, sich zu melden.

Ein „netter“ Betrüger hat es auf junge Frauen abgesehen - oder besser gesagt: auf ihr Geld. Laut Bundespolizei agiert der Mann auf Bahnhöfen und in Zügen.

Bremen – Er tritt sehr nett und charmant auf. Und mit seiner Mitleidmasche scheint ein Betrüger insbesondere bei jungen, alleinreisenden Frauen Erfolg zu haben. Sie leihen dem Betrüger Geld – das sie nie wiedersehen werden. Unter anderem hat der Mann laut Bundespolizei vor wenigen Tagen eine junge Hamburgerin um 800 Euro gebracht (wir berichteten). Nun haben die Beamten den Mann anhand von Videoaufnahmen identifiziert.

Es soll sich bei dem Täter um einen 23-jährigen Südeuropäer handeln, der in der Gemeinde Weyhe wohnt. Das teilte am Dienstag Holger Jureczko, Sprecher der Bundespolizei, mit. Die Ermittler befürchten, dass es weitere ähnlich gelagerte Betrugstaten des Mannes gibt.

Bremen: Betrüger gaukelt Notlage vor

Der Täter, so betonte Jureczko auf Nachfrage unserer Zeitung, geht sehr geschickt vor. Er spricht junge Frauen auf Deutsch auf dem Bahnhof oder auch im Zug an, gaukelt eine Notlage vor und bittet sie darum, ihm Geld zu leihen, das sie „ganz bestimmt“ wiederbekommen. Dabei soll er sich charmant verhalten. Er gibt den Frauen seine Telefonnummer, lässt sich von ihnen vor Ort anrufen, zeigt seine Facebook-Seite oder andere Aktivitäten in sozialen Medien, wie es heißt. Die 20 Jahre alte Hamburgerin brachte er auf dem Hauptbahnhof dazu, zu einem Bargeldautomaten zu gehen und in seinem Beisein 800 Euro abzuheben. Dann verschwand „der nette Mann“ – und mit ihm das ganze Geld. Auf spätere Kontaktaufnahmen reagiert der junge Betrüger nicht, so die Bundespolizei.

Unter anderem soll der Täter auch auf dem Bahnhof in Kirchweyhe junge Frauen angesprochen und Geld ergaunert haben. Die Bundespolizeiinspektion Bremen geht von weiteren Taten und Opfern im Raum Bremen bis Osnabrück aus und vermutet, dass womöglich die eine oder andere Frau bislang den Gang zur Polizei gescheut hat. Diese Frauen, so betonte Jureczko, bittet die Bundespolizei nun, sich ein Herz zu fassen und den Betrug anzuzeigen. Mögliche Opfer können sich bei der Bundespolizei unter der Rufnummer 0421/16299-777 melden.

Die Ermittler beschreiben den Betrüger als schlanken Südeuropäer mit Käppi oder Kapuze über den schwarzen Haaren. Er trägt einen Vollbart und spricht Frauen in deutscher Sprache an.

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