Serguei Beloussov steigt ein

Ein finanzkräftiger Investor für Bremer Jacobs-Universität

Gruppenbild mit neun Männer und zwei Frauen im Rathaus.
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Gruppenbild nach Unterzeichnung der Verträge: Mit dabei sind Staatsrat Tim Cordßen-Ryglewski (4. v. l.), Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (5.v.l.), Investor Serguei Beloussov (M.) und Bürgermeister Andreas Bovenschulte (5. v. r.).

Die Zukunft der Jacobs-Universität ist gesichert. Mit Serguei Beloussov steigt ein finanzkräftiger Geschäftsmann ein. Er übernimmt 66,68 Prozent der Anteile.

Bremen – Die Tinte ist trocken. Die Jacobs-Universität im Bremer Norden hat eine Zukunft und einen neuen Mehrheitsgesellschafter. Es ist, wie berichtet, das Schweizer Forschungsinstitut „Schaffhausen Institute of Technology – SIT“ von Dr. Serguei Beloussov. Der promovierte Computerwissenschaftler und international agierenden Geschäftsmann kam am Donnerstag zur Vertragsunterzeichnung ins Bremer Rathaus.

„Wir sind nun am Ziel“, sagt Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD). „Wir haben mit dem SIT einen neuen Mehrheitsgesellschafter und mit Serguei Beloussov einen finanzkräftigen Investor für die Jacobs-Universität Bremen gefunden.“

Bremen, das nach dem Ausstieg der Jacobs Foundation über den „Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Freien Hansestadt Bremen“ mit 66,68 Prozent Mehrheitsanteilseigner an der Hochschule war, gibt seine Anteile an das SIT ab. Mit der Unterschrift unter den Vertrag und der Übernahme der Anteile verpflichtet sich Beloussov, die Jacobs-Uni zu entwickeln. Der Unternehmen investiert 50 Millionen Euro, davon schon jetzt festgesetzt 25 Millionen Euro in den kommenden beiden Jahren. Das Grundstück und die Gebäude auf dem Campus sollen langfristig wissenschaftlicher Forschung und Lehre dienen, heißt es im Vertragswerk, über dessen Modalitäten laut Wissenschaftsressort monatelang verhandelt wurde.

Institut investiert 50 Millionen Euro

Der Staatsrat im Wissenschaftsressort, Tim Cordßen-Ryglewski, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins und Aufsichtsratsvorsitzender der Jacobs-Universität die Übernahmegespräche führte, sagte: „Das akademische Fortführungskonzept setzt auf die etablierten Stärken der Universität, auf Internationalität, Interdisziplinarität und das Campusmodell und es ergänzt diese um die Orientierung auf Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts.“

Der umfangreiche Vertrag enthält nicht nur juristische Details über Grundstücksregelungen, sondern auch das wissenschaftliche Zukunftskonzept von Beloussov für die Privatuni. So viel ist bisher öffentlich: Beloussov setzt bei seinen Lehrinhalten auf IT und Quanten-Computering, auf technologische Zukunftsentwicklung. Er will, dass sein junges Schweizer Technologie-Institut Impulsgeber für die Universität im Bremer Norden wird. Ein Ausbau auf bis zu 4 500 Studenten und zusätzliche Studiengänge werden angestrebt.

Ausbau auf bis zu 4500 Studenten

„Ich bin zuversichtlich, dass die Jacobs-Uni eine sehr gute Perspektive hat, weil Künstliche Intelligenz und Quantum Computing unbestritten Zukunftsthemen sind“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Und weiter: „Das ist gut für den Wissenschaftsstandort Bremen, das ist gut für die Studierenden und die Beschäftigten und das ist gut für Bremen-Nord.“

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