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Bremerhaven: Ein „Biodom“ als Zoo-Erweiterung

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Von: Jörg Esser

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Ein „Biodom“ für die „Havenwelten“: 48 Millionen Euro soll die Erweiterung des Zoos am Meer in Bremerhaven auf der Westseite des Neuen Hafens kosten. Das geht aus ersten Konzeptstudien hervor. Visualisierung: Zoo am Meer
Ein „Biodom“ für die „Havenwelten“: 48 Millionen Euro soll die Erweiterung des Zoos am Meer in Bremerhaven auf der Westseite des Neuen Hafens kosten. Das geht aus ersten Konzeptstudien hervor. Visualisierung: Zoo am Meer © Zoo am Meer

Bremerhaven – Die Stadt Bremerhaven plant als Erweiterung des Zoos am Meer in den „Havenwelten“ am Weserdeich eine Einrichtung, die sich mit dem Thema Biodiversität beschäftigen soll. Erste Ideen zum „Biodom“ sind am Montag in der Seestadt vorgestellt worden. Die Kosten für das Projekt werden nach Angaben von Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) auf rund 48 Millionen Euro geschätzt.

„Touristische Einrichtungen benötigen Veränderung und Erneuerung, um attraktiv zu bleiben“, sagte Grantz. Deshalb habe Bremerhaven die Konzeptstudie zur Erweiterung des Zoos um das Thema Biodiversität in Auftrag gegeben. Ziel sei es damit zudem, die in den „Havenwelten“ präsentierten Themen Klimawandel (im Klimahaus) und Migration (im Deutschen Auswandererhaus) zu erweitern und ergänzen. Geplant ist das 4 000 Quadratmeter große „Biodom“ auf der Westseite des Neuen Hafens in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zoo.

Zoo am Meer in Bremerhaven: Der Regenwald wird Schwerpunkt im „Biodom“

„Biologische Vielfalt ist die Voraussetzung für das Leben auf dem Planeten Erde“, ergänzte Zoodirektorin Dr. Heike Kück. „Diese darzustellen, die Menschen mitzunehmen, dass der Schutz der biologischen Vielfalt uns alle angeht, ist ein wichtiger Beitrag zum Verständnis unseres Ökosystems Erde.“ Schwerpunkt des „Biodoms“ soll ein Ausschnitt des Amazonas-Regenwaldes „mit seiner enormen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, aber auch dem Inbegriff von Regenwaldzerstörung und Artensterben“ werden. Der Regenwald ist laut Kück ein „Hotspot der Biodiversität“.

Es gebe bis zu 50 Millionen Tier- und Pflanzenarten, von denen eine Million Arten akut vom Aussterben bedroht sind. „Artensterben ist ein natürlicher Prozess, aber er wird durch menschliches Handeln 100-fach beschleunigt“, sagte Kück. Ziel des „Biodoms“ sei es, die Besucher zum Nachdenken und damit vielleicht zum Handeln zu den relevanten Themen dieser Zeit anzuregen.

Mit dem „Biodom“ will die Stadt den Tourismusstandort Bremerhaven stärken, so Grantz. Er habe erste Gespräche geführt, um die Investitionssumme von 48 Millionen Euro aufzubringen. Und er hofft darauf, „Gelder des Bundes zur Finanzierung zu bekommen“.

Der Zoo am Meer wurde nach Angaben der Stadt von 2001 bis 2004 mit einer Investition von 25 Millionen Euro komplett neu gebaut. 2013 folgte die Erweiterung um ein Nordsee-Aquarium für 1,8  Millionen Euro.

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