Bremerhaven: Nachfolgelösung für „Seute Deern“ in Sicht

Ein anderes Schiff

Nach einem Wassereinbruch war die „Seute Deern“ im vergangenen Jahr auf den Grund des Hafenbeckens abgesackt. Später wurde dann der „konstruktive Totalschaden“ festgestellt.
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Nach einem Wassereinbruch war die „Seute Deern“ im vergangenen Jahr auf den Grund des Hafenbeckens abgesackt. Später wurde dann der „konstruktive Totalschaden“ festgestellt.

Bremerhaven – Der Großsegler „Seute Deern“ soll als „Najade“ nachgebaut werden. Die havarierte Dreimastbark wartet im Alten Hafen von Bremerhaven auf das Abwracken. Einen originalgetreuen Nachbau der „Seuten Deern“, die Anfang vorigen Jahres in Brand geraten und dann auf Grund gegangen war, wird es nicht geben.

Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) jetzt vorgestellt hat. Ein Holz-Nachbau des 1919 gebauten Dreimasters hat demnach keinen Sinn – viel zu teuer und schon aus praktischen Gründen kaum umzusetzen, wie es in der Seestadt hieß.

So sei zum Beispiel das notwendige Holz nicht in der notwendigen Menge vorhanden. 2 100 Kubikmeter Eichenholz würden für einen Nachbau der „Seuten Deern“ gebraucht, hieß es weiter. Die Arbeiten, so die Schätzung, dürften zwölf Jahre dauern. Dafür müsste auf dem Areal des Deutschen Schiffahrtsmuseums eigens eine Bauwerft eingerichtet werden – nicht zu bezahlen.

„Seute Deern“ wird „Najade“: Stahl statt Holz

Mit Blick auf die Ergebnisse des Gutachtens wird in Bremerhaven nun ein Stahlschiff favorisiert. Schließlich müssen ja 46 Millionen Euro, die der Bund gibt, ausgegeben werden. Ein Stahlschiff gilt als finanzierbare Lösung. Nur ist die „Seute Deern“ nicht aus Stahl. Bessere wäre doch ohnehin, so die Idee, ein Schiff mit historischen Bezügen zu Bremerhaven nachzubauen. So schlagen die Gutachter die „Najade“ vor, das erste in Deutschland gebaute stählerne Vollschiff – entstanden anno 1888 auf der Tecklenborg-Werft in Geestemünde (heute Bremerhaven). Der nach Nymphen aus der griechischen Mythologie benannte Dreimaster wurde im Ersten Weltkrieg – mittlerweile unter norwegischer Flagge – von einem deutschen U-Boot versenkt.

Das Frachtsegelschiff stehe weniger für Windjammerromantik und mehr für Arbeitswelt und Warentransport im Seeverkehr, hieß es. „Zu dieser historischen Dimension kommt die touristische Attraktivität hinzu“, so Grantz. Mit dieser Variante (Bauzeit: zwei bis drei Jahre) bleibe die Nachfolgelösung auch in dem vom Bund vorgegebenen Kostenrahmen.  

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