„Ein abgeschlossenes Karree“

Hafenpassage: 150 weitere Sozialwohnungen in der Überseestadt

So soll es einmal aussehen – die Hafenpassage in der Überseestadt nach Entwürfen des Bremer Architektenbüros Hilmes/Lamprecht auf einer Visualisierung. Natürlich mit strahlend blauem Himmel. - Foto: Justus Grosse
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So soll es einmal aussehen – die Hafenpassage in der Überseestadt nach Entwürfen des Bremer Architektenbüros Hilmes/Lamprecht auf einer Visualisierung. Natürlich mit strahlend blauem Himmel.

Bremen - Nach der Marcuskaje kommt die Hafenpassage. Die Wohnungsbaugesellschaft Gewoba und das Immobilienbauunternehmen Justus Grosse wollen in der Überseestadt weitere 150 öffentlich geförderte Wohnungen bauen. Das haben beide Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt.

Die Gewoba werde die neuen Wohnungen „in den langfristigen Bestand übernehmen“, hieß es weiter. Von der kleinen Ein-Zimmer- bis hin zur großen Fünf-Zimmer-Wohnung würden somit – im Rahmen des Bündnisses für Wohnen und des Senats-Sofortprogramms für Wohnungsbau – „weitere neue Mietwohnungen in der Überseestadt entstehen“.

„Besonderer Wert wurde dabei darauf gelegt, dass die Qualität der Wohnungen durch bodengleiche Duschen, Balkone und Loggien mit teilweisem Weserblick, durchgehenden Fahrstühlen und dem hohen energetischen Standard KFW 55 allen Anforderungen an modernstes Wohnen entsprechen“, so die beteiligten Unternehmen. Zudem würden „einige Wohnungen“ behindertengerecht und sämtliche Wohnungen „barrierearm“ gebaut.

Zusätzlich zu den 150 geplanten Sozialwohnungen baut die Grosse-Projektentwicklungsgesellschaft in der Hafenpassage 50 freifinanzierte Mietwohnungen. Gemeinsam mit den öffentlich geförderten Wohnungen bilden sie „ein abgeschlossenes Karree“, hieß es. Der Entwurf des Bremer Architektenbüros Hilmes/Lamprecht sei in einem Verfahren unter der Leitung von Senatsbaudirektorin Iris Reuther entwickelt worden. Die Bauarbeiten sollen bald beginnen – im April, um genau zu sein. Im Herbst 2018, so die Erwartung, wird die Hafenpassage fertig sein.

Mieter des Neubaus ist Hansewasser

Insgesamt umfasse das Projekt Hafenpassage ein Investitionsvolumen von etwa 41 Millionen Euro. Auf den von Gewoba und Grosse gemeinsam zu realisierenden Bereich entfallen davon – den Angaben zufolge – 29 Millionen Euro. Gewoba-Vorstandschef Peter Stubbe und die beiden Grosse-Chefs Joachim Linnemann und Clemens Paul freuen sich, dass die Partnerschaft ihrer Unternehmen nach der Marcuskaje nun in der Hafenpassage eine Fortsetzung findet: „Die Synergien zwischen unseren beiden Unternehmen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit sind die ideale Voraussetzung, ein solches Projekt mit seiner hohen wirtschaftlichen Herausforderung gut zu meistern.“

5 100 Quadratmeter Mietfläche, 135 Autostellplätze – das Hamburger Projektentwicklungsunternehmen DS-Bauconcept hat unterdessen einen Büroneubau an der Hafenkante im Herzen der Überseestadt an die Gesellschaft KGAL (Sitz: Grünwald bei München) verkauft.

Langfristiger Mieter des Neubaus ist – wie berichtet – Hansewasser. Nach 17 Jahren am Schiffbauerweg in Gröpelingen hatte das Abwasserunternehmen die Hauptverwaltung im August vorigen Jahres an die Hafenkante verlegt. Auf vier Geschossen ist in dem nach höchsten Energie- und Klimaschutzstandards konzipierten Gebäude Platz für 190 Arbeitsplätze. Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) hat die Immobilie mit ihrem „Platin-Zertifikat“ ausgezeichnet. Einen Kaufpreis nannte die KGAL nicht.

Hansewasser investierte als Mieter nach eigenen Angaben etwa eine Million Euro in die Ausstattung der Räume. Mit 300 000 Euro beteiligte sich der rojektentwickler DS Bauconcept an den Einbauten. - kuz

Mehr Infos unter: www.ueberseestadt-bremen.de

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