„Tag der offenen Tür“ im Tierheim an der Hemmstraße / Chip-Aktion und Polizeihund-Vorführung

„Ein 50-Kilo-Rottweiler in einem Smart“

Zum Chip-Service kamen gestern Groß und Klein ins Bremer Tierheim.

Bremen - Von Ilka Langkowski„Die Hunde bewegen sich beim Einsatz im Kofferraum wie eine Katze“, erfährt das Publikum, während es den „Polizisten auf vier Pfoten“ zusieht. Bei den Suchhunden ist Größe zweitrangig. „Stellen Sie sich einen 50-Kilo-Rottweiler in einem Smart vor“, veranschaulichen die Hundeführer die Einsatzkriterien.

Die Auszüge aus dem Training der Polizeihundestaffel gehörten gestern zum Informationsprogramm des „Tags der offenen Tür“ im Tierheim an der Hemmstraße. Zwei belgische Schäferhunde zeigten, was ein moderner Polizeihund heute können muss. Dicht bei Fuß folgten sie den kleinsten Zeichen und Kommandos, sie suchten Stofftier und Schlüssel und ließen sich am Ende sogar schultern.

Auf ein derart vertrauensvolles Verhältnis zum Menschen warteten derweil wenige Meter weiter in den Zwingern und Ausläufen des Tierheims etwa 65 Hunde und 460 Katzen. Ein „Härtefall“, der 17-jährige Rottweilermischling „Packo“, hatte es bereits geschafft. An seinem Zwinger stand die Info: „Ich ziehe Freitag aus.“

„Wir freuen uns alle“, sagte die Sprecherin des Tierheims, Gaby Schwab. Gerade alte Hunde, die ein Leben lang in einem Haushalt gewohnt haben und plötzlich ins Tierheim kommen, litten besonders. Diese seien aber oft unkompliziert in der Haltung und sehr dankbar. Einige Oldies – wie „Pimpi“ und „Mora“ oder „Jacky“ und „Wanda“ – suchten genauso ein neues Zuhause wie die Jüngeren „Nubia“, „Moses“, „Speedy“, „Gonzales“, „Naldo“ und „Sally“.

Vielleicht wird einer von ihnen bald bei Familie Christmann in Weyhe wohnen dürfen. Tochter Sandra (12) wünscht sich einen großen Hund. Um sich zu informieren, nutzte die Familie den gestrigen Tag. „Wir möchten gerne einen aus dem Tierheim nehmen, aber kinderlieb muss er sein“, betonten die Eltern.

Viele Tierbesitzer nutzen gleich zu Beginn der Veranstaltung den Chip-Service. Für zehn Euro ließen sie ihren Hund oder ihre Katze markieren und registrieren. Tierpfleger Dirk Lemke schätzte, dass allein von den im Tierheim abgegebenen Fundtieren über 70 Prozent über die Registrierung wieder zu ihren Haltern zurückfinden. Allerdings sollten die Besitzer darauf achten, dass das Tier mit der Chipnummer auch registriert wird, sonst gebe es zu der Nummer des Chips keine Adresse. Frisch „gechipt“ wartet auch „Rocky“ in Kürze auf ein neues Herrchen. Der verspielte Schäferhundrüde war bislang Wachhund auf einem Firmengelände und braucht einen erfahrenen Menschen, der ihm noch einiges beibringt.

Urlaubspflege, Hundeschule, Gnadenhof, Tierfriedhof und Tierschutzshop sind durchgehende Angebote in der Hemmstraße. Gestern gab es zusätzlich Musik von der Band Ernst Stratmeyer und Company, eine Tombola, Gewinnspiele, Leckereien und eine Vorführung des „Zirkus Kunterbunt“, dessen junge Artisten im Vorfeld Unterschriften für „Zirkus ohne Tiere“ sammelten.

WWW.

bremer-tierschutzverein.de

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