Eigen wie Hahn und Esel

Ausstellung zeigt aktuelle Planung für neuen Europahafenkopf

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Ganz nah dran: Die Fassaden (hier Bürohaus) unterscheiden sich.

Bremen - Von Ralf Sussek. Mit einer geplanten Bruttogeschossfläche von 82.815 Quadratmetern wird derzeit wohl eins der aktuell größten Immobilienprojekte Bremens entwickelt: der Europahafenkopf.

Von Dienstag bis zum 7. Februar können Bremer in einer Ausstellung nachvollziehen, wie der Sieger der so genannten Ideenmeisterschaft, das Architekturbüro COBE, seinen Gewinnerentwurf für den Europahafenkopf in einem Jahr weiterentwickelt hat. Filme zeigen die Entstehungsgeschichte und den augenblicklichen Entwicklungsstand. Und das Architektenteam gibt tiefe Einblicke in seinen Arbeitsprozess - mit Skizzen, Mustern und Modellen.

Am Montagabend wurde die Ausstellung in der Contrescarpe 72 (Foyer) eröffnet. Ein besonderes Stück Bremen will Bauunternehmer Kurt Zech auf einem der exponiertesten Grundstücke in der Überseestadt, am Kopfende des Europahafens, schaffen. Und das ist mit dem Siegerentwurf gelungen: Die vier Gebäude sollen an die vier Stadtmusikanten erinnern. 

Und die waren ja auch alle von unterschiedlicher Größe und Statur. Und so haben auch die Häuser (Lofthaus Nord und Süd, Zechhaus, Mobilitätshaus) unterschiedliche Erscheinungsweisen und Fassaden-Materialien. Und eine Mischnutzung aus Büros und Wohnungen. 330 bis 350 Wohnungen sollen hier enstehen, zum Teil öffentlich gefördert.

Vier Stadtmusikanten, vier Gebäude: Das Ensemble am Hafenkopf als Modell. Von links: Mobilitätshaus, Lofthaus Nord, Bürohaus. Nicht im Bild: Das Lofthaus Süd.

Bei aller Unterschiedlichkeit - die Häuser haben eine erhöhte Erdgeschosszone, die als Gebäudeensemble entwickelt wurde. Die Erdgeschosszone des Bürohauses („Zech House“) wird in Anlehnung an eine Markthalle gestaltet, die flexible Flächen für zum Beispiel Streetfood-Gastronomie („Foodmarket“) oder Ausstellungen bieten. Der Gedanke dahinter: Die öffentlichen Freiflächen zu beleben und ein lebendiges, urbanes Stadtquartier zu schaffen. 

Konkret entstehen zwei Wohngebäude (Lofthäuser), ein Mobilitätsgebäude und die neue Unternehmenszentrale der Zech-Gruppe. Nach den aktuellen Planungen werden Wohnflächen mit rund 31.000 Quadratmetern gebaut, davon stehen laut Unternehmensangaben 7.000 Quadratmer als öffentlich geförderter Wohnraum zur Verfügung. Im Mobilitätshaus sowie in der Tiefgarage, die auf zwei Etagen durchgehend alle vier Gebäude verbindet, stehen Parkflächen von mehr als 29.000 Quadratmetern zur Verfügung.

Echte Highlights sind zum Teil in sich geschlossene Innenhöfe mit Spielflächen, der „Foodmarket“ mit sich änderndem Speisenangebot und das Mietangebot für Fahrräder und Autos (Carsharing). „Mit dem Europahafenkopf werden wir die schönsten und besten Arbeitsplätze in Bremen schaffen, die auch die neuesten Innovationen unserer digitalisierten Welt bieten werden. 

Wir wollen, dass sich die Menschen im Europahafenkopf in einem bestmöglichen Arbeitsumfeld entfalten können und gleichzeitig wohl fühlen, vielleicht sogar gerne verweilen“, sagt Bauunternehmer Kurt Zech. „Die Lage ist perfekt: Direkt am Wasser und in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Mit dem öffentlichen Nahverkehr ist man nach nur vier Haltestellen vom Europahafen an der Obernstraße.“

Nach bisherigen Angaben investiert die Zech-Gruppe bis zu 300 Millionen Euro in das Projekt.

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