„Oldtimer-Erlebnis Oberneuland“: Dorffeststimmung, Pokale und Nostalgie

Edle Karossen, ausgefallene Unikate

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Daniel Hempel hat sich von dem Oldtimer-Fieber seines Vaters längst anstecken lassen. Den dunkelroten VW Käfer mag der 20-Jährige besonders gerne.

Bremen - Von Nina Seegers - Edle Karosserien, schnittige Sportwagen und ausgefallene Unikate – beim vierten „Oldtimer-Erlebnis Oberneuland“ konnten die Besucher gestern den ganzen Tag lang mehr als 100 Oldtimer bewundern.

Auf der Meta-Rödiger-Wiese in Oberneuland herrschte bei frühlingshaften Temperaturen mit Live-Musik, Getränke- und Imbissständen sowie einem großen Aktionsprogramm für Kinder wahre Dorffeststimmung.

Gute fünf Jahrzehnte Automobilgeschichte hatten sich zum „Oldtimer-Erlebnis Oberneuland“ versammelt. Das älteste Exemplar war ein Bentley 4,5 Liter aus dem Jahr 1928. Zu den jüngsten Fahrzeugen gehörte der Mercedes Benz 500 SL Cabrio aus dem Jahr 1980.

„Den Mercedes hat sich mein Vater vor drei Monaten zugelegt“, erzählte Daniel Hempel aus Oberneuland. Der 20-Jährige hat sich von dem Oldtimer-Fieber seines Vaters, der neben dem Mercedes Cabrio auch einen Porsche 911 Carrera (Baujahr 1976) und einen VW Käfer (Baujahr 1978) besitzt, längst anstecken lassen. Zusammen nehmen Vater und Sohn regelmäßig an Oldtimer-Rallyes teil.

„Heute Morgen sind wir um kurz nach 11 Uhr gestartet und haben eine Orientierungsfahrt kreuz und quer durch Oberneuland gemacht“, berichtete Daniel Hempel. Dabei mussten die Fahrer und Beifahrer einen Kurs abfahren, der durch Zeichen und kleine Rätsel im „Roadbook“ vorgegeben war. Anschließend galt es, sich im geschickten Umgang mit den Fahrzeugen auf einem Hindernisparcours zu beweisen – Slalom-, Zielfahren und Einparken gehörten dabei zu den Aufgaben. Daniel Hempel war zufrieden. „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagte der 20-Jährige vor der Preisverleihung und Pokalübergabe am Nachmittag. Preise wurden in drei unterschiedlichen Kategorien vergeben – Vorkriegklasse, Nachkriegsklasse und Publikumsliebling. Achim von Stutterheim belegte mit seinem Bentley (Baujahr 1928) den ersten Platz unter den Vorkriegsfahrzeugen, Günther Renken war mit seinem Fiat 1500 Cabrio (Baujahr 1966) der Beste in der Kategorie Nachkriegsklasse – und Publikumsliebling wurde ein Aston Martin (Baujahr 1966) von Günter Knochenhauer.

Mitveranstalter Andreas von Engelbrechten war mit dem gesamten Tag zufrieden. „Wir hatten viele glückliche Teilnehmer, gutes Wetter und zahlreiche Zuschauer – alles perfekt“, sagte von Engelbrechten, der auch selbst ein großer Oldtimer-Liebhaber ist und mehrere alte Schmuckstücke besitzt. Auf dem Old timer-Treffen gestern präsentierte er einen Horch 853 A aus dem Jahr 1939.

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