Südamerikanisches Flair bei der „Musikschau der Nationen“ in der ÖVB-Arena

E-Gitarren und Atzteken-Tanz

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Die „Copenhagen Police Band“ sorgte gestern für Schwung bei der „Musikschau der Nationen“ in der ÖVB-Arena. ·

Bremen - Von Viviane ReinekingFeuriges Flair zieht beim Azteken-Tanz gleich zu Beginn der „Musikschau der Nationen“ in die Stadthalle (ÖVB-Arena) ein: Neben Blechblasinstrumenten und Marsch-Trommeln erleben die Zuschauer der 49. Ausgabe des Blasmusikfestivals lebenslustige Folklore der mexikanischen Tanzkompanie „Tenochtitlán“.

Gestartet 1965 als „Militärmusikschau“, steht die Veranstaltung auch heute für eine Mischung aus Blas- und Militärmusik. Doch die „Musikschau“ hat sich weiterentwickelt, ist moderner geworden und hat sich dem heutigen Musikgeschmack angepasst. Doch zählen kann sie in der Hauptsache auf ihr älteres, treues wie zufriedenes Publikum, jüngere Zuschauer gewinnt sie kaum dazu. Und das, obwohl der Reinerlös des Festivals, das vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Bremen organisiert wird, der internationalen Jugendarbeit des Landesverbandes zugute kommt.

Zurück zum musikalischen Teil: Zum Auftakt geben alle Musiker als „Orchester der Nationen“ unter dem musikalischen Leiter der „Musikschau“, Fregattenkapitän Lutz Bammler, das bekannte James-Bond-Thema zum Besten. Danach präsentieren die rund 600 Musiker aus acht Nationen ihr Land.

Da wäre die „Kapel van de Koninklijke Luchtmacht“ aus Holland. Unter der Leitung von Kapellmeister Major Jos Pommer spielt das „Orchester der Königlichen Luftwaffe“ – so die deutsche Bezeichnung – den „Earth Song“ von Michael Jackson. Dabei werden Tuba, Trompete, Posaune und Bassklarinette von Schlagzeug und E-Gitarre begleitet. „90 Jahre gibt es das Orchester bereits“, berichtet Kapellmeister Peder Kragerup von der „Copenhagen Police Band“. Seine Band setzt auf Marschmusik, garniert mit einem Einspielfilm, in dem zwei Sträflinge aus dem Gefängnis entweichen und – auf der Showfläche – wieder hinter Gittern landen.

„Viva Mexico!“: Mexikanischen Tanz und viel Rhythmus im Blut präsentiert die „Compañía de Danza Folklorica” mit dem klangvollen Namen „Tenochtitlán“ bei ihren zwei Auftritten. Klassische Geigen und Gitarren, Tänzerinnen in bunten Kleidern und Männer mit ihren Sombreros bringt südamerikanische Stimmung. Ganz anders das Luftwaffenmusikkorps 3 Münster: Mit „Ich gehör’ nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ erklingen neben Marschmusik besinnliche Töne.

Drei Orchester der Luftwaffe in einer Veranstaltung – eine gute Gelegenheit, sie unter der Leitung Lutz Bammlers als „Fliegendes Orchester“ mit „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ aufspielen zu lassen – die Titelmelodie eines Spielfilms von 1965. Höhepunkt der „Musikschau“: das „Orchester der Nationen“ mit dem „Hannoveraner Zapfenstreich“ und „Always look on the bright Side of Life“.

Eintrittskarten für die Vorstellungen heute, Sonnabend, 14.30 und 19.30 Uhr, sowie morgen um 14.30 Uhr gibt es zum Preis ab 19 Euro noch an der Kasse.

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