Wirtschaftsförderung legt „Immobilienmarkt-Report“ vor

Dynamisch und stabil

„Bömers Spitze“ in der Überseestadt (hier kurz vor der endgültigen Abrüstung) zählt zu den attraktiven Neubauprojekten auf dem Immobilienmarkt. Foto: ESSER

Bremen - Von Jörg Esser. Hohe Vermarktungsleistung, rege Bautätigkeit, geringe Leerstände: „Bremen hat seine Position als attraktiver Standort für die Immobilienwirtschaft behauptet.“ Das sagt jedenfalls die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) und verweist auf den aktuellen „Immobilienmarkt-Report“, den Marktanalysten in ihrem Auftrag erarbeitet haben.

Andreas Heyer, Vorsitzender der WFB-Geschäftsführung, folgert aus den Marktdaten: „Der Bremer Immobilienmarkt steht sowohl für Dynamik als auch für Stabilität und profitiert von Projektentwicklungen mit Augenmaß.“

Laut Report bewegte sich der Büroflächenumsatz im ersten Halbjahr 2019 mit 50 400 Quadratmetern auf einem höheren Niveau als im Vorjahreszeitraum. Nach Einschätzung der Analysten wird er bis zum Jahresende auf 101 500 Quadratmeter steigen (2018: 93 000).

Im Unterschied zum Vorjahr ist die Überseestadt mit 34 000 Quadratmetern Flächenumsatz der gefragteste Bürostandort und löst die Innenstadt vom Spitzenplatz ab. Auf Platz drei liegt der Technologiepark bei der Uni. Neben der hohen Vermarktungsleistung registriert der Report eine hohe Bautätigkeit für Büroobjekte. Zum Jahresende rechnen die Analysten mit einem Neubaubestand von mehr als 50 000  Quadratmetern, der das Vorjahresergebnis deutlich übertrifft (2018: 30 000).

Neu gebaut wurden beispielsweise das „City Gate“ am Bahnhof, das Forschungszentrum „Ecomat“ in der Airport-Stadt und „Bömers Spitze“ in der Überseestadt. Trotz vieler neuer Bürogebäude sind lediglich 110 000 Quadratmeter nicht vermietet. Die Leerstandsquote entspricht laut Report 3,1 Prozent (2018: 3,0 %). Die Mieten für Büros steigen in Top-Lagen leicht an. So zahlt man in der Überseestadt in der Spitze 14 Euro pro Quadratmeter.

Der Flächenumsatz von Logistikimmobilien ist weiteren Daten zufolge kräftig gestiegen – von 186 890 auf 293 600 Quadratmeter. Die Leerstandsquote ist auf 3,01 Prozent gesunken (2018: 4,83 %). „Bremens Flächenangebot für die Logistikbranche ist enorm groß“, sagt Heyer.

Auch der Wohnungsmarkt sei von Wachstum geprägt, heißt es. Gebaut werden vor allem mehrgeschossige Häuser. Diese machen laut WFB 72 Prozent der Genehmigungen und 65 Prozent der Fertigstellungen aus.

Das Transaktionsvolumen auf dem Bremer Investmentmarkt wird 2019 nach Einschätzung der Marktanalysten auf 515 Millionen Euro ansteigen (2018: 450 Millionen Euro) und die Prognosen übertreffen. Besonders stark werde in Büroimmobilien investiert (195 Millionen. Euro, Marktanteil: 38 Prozent).

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