Drittes Teilstück der A281 freigegeben

Freie Fahrt bis Seehausen

Freigabe mit Schnitt: Gunnar Polzin (Bauressort, v.l.); Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministe, Bausenator Joachim Lohse, Jörn Kück (Deges).
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Freigabe mit Schnitt: Gunnar Polzin (Bauressort, v.l.); Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministe, Bausenator Joachim Lohse, Jörn Kück (Deges).

Bremen - Und wieder ein Stück geschafft, auch wenn es lang gedauert hat: Gestern Nachmittag ist das dritte Teilstück der Autobahneckverbindung A281 zwischen Strom und Seehausen freigegeben worden.

Es ist gut vier Kilometer lang und hat 46,5 Millionen Euro gekostet. Verkehrsteilnehmer haben nun freie Fahrt von Kattenturm bis nach Seehausen. Damit ist der Ringschluss allerdings immer noch nicht erreicht. Dazu fehlt die Weserunterquerung in Seehausen. Wann dieses letzte Teilstück jemals fertig wird – oder besser: ob – steht in den Sternen.

Gemeinsam mit Bremens Bausenator Joachim Lohse (Grüne) gab der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, gestern den vierstreifigen Abschnitt der A281 zwischen den Anschlussstellen Strom und Seehausen frei. Die Unternehmen aus dem Güterverkehrszentrum (GVZ) im Niedervieland wird‘s freuen, ist die Eckverbindung nun ein Stück länger. Allerdings warten sie dringend auf den Lückenschluss. Die Kosten für den Bauabschnitt trägt größtenteils der Bund, 4,4 Millionen Euro kommen aus Bremer Landesmitteln. Ferlemann: „Der Bund hat rund 42 Millionen Euro in den Abschnitt investiert. Das ist gut angelegtes Geld.“ Ziel sei es, in den kommenden Jahren die noch fehlenden Bauabschnitte mit der Weserquerung „zügig zu realisieren“. Ferlemann weiter: „Wir brauchen diese Autobahn als leistungsfähige Entlastungsstrecke im Interesse der Bremer Bürger und der Wirtschaft.“ Der Bauabschnitt 3.2 ist ein weiteres Element der nordwestlichen Eckverbindung zwischen den Autobahnen A1 und A27. Die A281 dient laut Ferlemann neben einer deutlich verbesserten Erschließung der Häfen, des Güterverkehrszentrums und des Flughafens vor allem der Verkehrsentlastung anderer Straßen.

Lohse sagte, mit der Freigabe würden die Häfen erschlossen, die Verkehrsverhältnisse für die Wirtschaft verbesserten sich erheblich. Er sprach auch die Realisierung des nächsten Bauabschnittes an: „Wir erwarten den sogenannten Gesehenvermerk zur weiteren Planungsfreigabe bis Ende Oktober.“ Denn mit dem Autobahnringschluss werde auch Bremen als Stadt erheblich von Verkehr entlastet.

Die Planungen für den Abschnitt gehen auf das Jahr 1983 zurück – sie dauerten letztlich bis 2007. Der erste Spatenstich wurde im April 2009 gesetzt. Drei Brückenbauwerke entstanden im Zuge des Teilstücks (GVZ-Gleise, Stromer Landstraße, Seehausen). Und dann gibt es noch ein Schmankerl: die Fledermausüberflughilfe. Damit soll das Kollisionsrisiko der Säugetiere mit Fahrzeugen minimiert werden. Eine 65 Meter lange Schutzwand im Mittelstreifen sorgt dafür, dass die Fledermäuse hoch über die Autobahn fliegen. Sechs Monate verzögerten sich die Arbeiten aufgrund archäologischer Funde. Entdeckt wurde unter anderem ein Kugeltopf. gn

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