Ein Dreirad als Kaffeetheke

„Street Food Event“ läuft auf der Bürgerweide

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Dirk Steilen sitzt auf dem Sattel des „Coffee-Bike Bremen“. Eine sehr mobile Kaffee-Theke, die schnell ihren Standort wechseln kann.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Dirk Steilen (57) aus Bremen steht hinter seinem Fahrrad. Bei näherem Hinsehen entpuppt es sich als Dreirad. Über der Achse zwischen den zwei vorderen Rädern ist eine ganze Theke untergebracht. Das „Coffee-Bike Bremen“ fällt aufgrund seines ungewohnten Aussehens sofort ins Auge. Auf dem „Street Food Event – The Crazy Festival“, das seit Freitag auf der Bürgerweide läuft, ist der mobile Stand gut frequentiert.

Nach Feierabend füllt sich das abgesperrte Gelände mit 35 Speiseanbietern langsam. Auf der Bühne präsentiert das „Soulfood Duo“ Pop-Klassiker. Einige Gäste trinken ein Feierabend-Bier, sitzen vor der Bühne, essen und lauschen. Ein Kran steht für Gondelfahrten und Bungee-Sprünge bereit. Da traut sich aber noch keiner ran.

Steilen mahlt an seinem „Coffee Bike Bremen“ eine Portion Kaffee-Bohnen, um sie gleich zu verarbeiten. „Nach dem Mahlen dürfen nur 30 Sekunden vergehen, bis der Kaffee im Sieb ist und das Wasser hindurchläuft. Sonst geht Aroma verloren“, sagt der gelernte Barista. Er verwendet ausschließlich Bioprodukte. Sein Milchkaffee schmeckt hervorragend. Serviert wird er in einem biologisch abbaubaren Becher.

Das Rad eigne sich für den Straßenverkauf. Da müsse man alle 20 Minuten den Standort wechseln. Steilen arbeitet mit dem Dreirad auch auf diversen Messen.

Maximilian Trantrow (21) aus Hildesheim ist „Mr. Max Sweet Churros“. Er verkauft eine spanische Spezialität: Churros. Die Spanier essen dieses Gebäck, serviert als sternenförmige Stangen, gerne zum Kaffee. „Sie sind sogar vegan“, sagt Trantrow. „Der Brandteig besteht überwiegend aus Weizenmehl.“ Die Stangen kommen für einige Minuten ins Fett und sind dann fertig. „Mr. Max“ serviert sie mit Zimt, Zucker, Fruchtsoßen und Nutella. Die Stangen steckt er in einen Becher. Der Geschmack des Gebäcks ist herzhaft und erinnert etwas an Windbeutel. Je weiter es in den Abend gehe, desto mehr würden die Gäste „Churros beschwipst“ kaufen, sagt Trantrow. Da sei dann Amaretto oder auch Eierlikör mit im Becher.

Henk Boltje gefällt das Geschehen. Der 56-jährige Niederländer macht Urlaub in Bremen. „Das ist schön hier. Ich habe zufällig gesehen, dass das Festival hier stattfindet“, sagt er. Er hat sich schon einen vegetarischen Probierteller gegönnt und schaut auf die Bühne. Dahinter kommt es zum ersten Bungee-Sprung des Tages. Eine junge Frau saust hinab.

Das Streetfood-Event öffnet am Sonnabend von 11 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11  bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro.

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