20. Auflage von „Prime Time – Crime Time“

Drei mörderische Wochen in Bremen

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Der Schauspieler Christian Aumer spielt in „Terror“ den angeklagten Kampfjetpiloten.

Bremen - Von Jörg Esser. „Prime Time – Crime Time“ feiert runden Geburtstag. Mit der Krimipreis-Verleihung am Mittwoch, 13. September, beginnt die 20. Auflage des Bremer Krimifestivals. Bis Sonntag, 1. Oktober, stehen dann Lesungen, Theaterstücke, Buchpremieren, Musicals und „Mordsfrühstücke“ im Kalender.

Versprochen wird „ein abwechslungsreiches, kriminalistisches Programm mit Lesungen, Theater, Musik und mehr an spannenden Orten in ganz Bremen und Bremerhaven“. Die organisatorischen Fäden zieht das Bremer Kriminaltheater. Perdita Krämer, Leiterin des Kriminaltheaters, hat es geschafft, knapp 20 Veranstalter unter ein Dach zu bringen.

Volker Kutscher spricht bei Krimipreis-Verleihung

Das Krimifestival beginnt mit der „Radio-Bremen-Kriminacht“ am Mittwoch, 13. September, um 19.30 Uhr im Rangfoyer des Theaters am Goetheplatz. Während der Veranstaltung wird der Radio-Bremen-Krimipreis verliehen, den die Hamburger Autorin Simone Buchholz erhält. Über das flirrende Phänomen „Krimi in er Großstadt“ sprechen zudem die Bremer Krimischriftstellerin Rose Gerdts-Schiffler und der Autor Volker Kutscher. Den Abend moderiert Hilke Theesen (Bremen Zwei). Eintritt: acht Euro.

Kutscher präsentiert einen tag später im St.-Martini-Gemeindesaal in Lesum seinen Kriminalroman „Lunapark“, der im braunen Berlin des Jahres 1934 spielt: Kommissar Gereon Rath ermittelt in einer Serie von ermordeten SA-Männern. Die Lesung beginnt um 19 Uhr, Eintritt: 15 Euro.

„The Swinging Detective“ am 15. und 16. September im Kriminal-Theater

Weitere Autorenlesungen ziehen sich durch das dreiwöchige Festival. Einige Beispiele: Martha Bull stellt im Rahmen der Bremer Buchpremiere am Freitag, 15. September, um 18 Uhr in der Krimibibliothek der Stadtbibliothek (Am Wall 201) ihren neuen Peterswerder-Krimi „Frau Friese und der Tiermörder“ vor. Der Eintritt ist frei. Sascha Gutzeit spricht auch junge Krimifans mit seinem Buch „Detektivspinne Luise“ an – er liest am Mittwoch, 20. September, um 16 Uhr im Wallsaal der Stadtbibliothek. Am Abend (20 Uhr) präsentiert er ebendort seine Kabarett-Leseshow „Kommissar Engelmann ermittelt“, die an die Krimis der 60er und 70er Jahre erinnert, unter anderem an „Percy Stuart“ (mit dem Bremer Claus Wilcke in der Titelrolle). Reinhard Sturm liest am Montag, 18. September, um 20 Uhr aus „Reine Rache“ (Alte Pathologie, Am Schwarzen Meer 134), Susanne Kliem am Donnerstag, 28. September, um 20 Uhr im Bremerhavener „Pferdestall“ (Gartenstraße 5) aus „Das Scherbenhaus“.

Altmeister Jürgen Alberts und seine Frau Marita Alberts zählen zu den Urgesteinen des Krimifestivals – am Mittwoch, 20. September, lesen sie im Duett aus ihrem Story-Band „Es muss nicht immer Mord sein“ (Buchhandlung Geist, Balgebrückstraße 16, Beginn: 19.30 Uhr). Bereits am Freitag, 15. September, lesen sie gemeinsam mit René Paul Niemann und Mirjam Phillips Kriminalgeschichten über Handwerker und Mordwerkzeuge (Goedekens, Berckstraße 4, Horn, Beginn: 19.30 Uhr).

Wer bei „The Swinging Detective“ nicht nur an die trällernden „Tatort“-Kommissare Brockmöller und Stöver (alias Charles Brauer und Manfred Krug) denkt, ist im Kriminal-Theater in der Union-Brauerei an der Theodorstraße richtig. Das „Musical-Noir“ aus der Feder von Christoph Steinau steht am 15. und 16. September jeweils um 20  Uhr auf dem Programm.

Krimifestival endet im Schwurgerichtssaal des Landgerichts

Krimipreisträgerin Buchholz ist am Sonntag, 17. September, zu Gast bei Ralf Knapp und dessen „Mordsfrühstück“ im Kriminaltheater (11 Uhr). Jeweils sonnabends – 16. und 23. September – wird in „Rauchs Café-Bar“ (Langenstraße 74) ein maritimes Mordsfrühstück serviert – Räucherfisch und Rührei Mord am Meer. Karten für 22  Euro gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

Zudem gibt es am 18. und 25. September „Giftpflanzenführungen“ mit Gabriele Schuldt durch den Rhododendronpark. Start ist jeweils um 17 Uhr.

Zum Finale von „Prime Time – Crime Time“ steht am Sonntag, 1. Oktober, um 19 Uhr im Schwurgerichtssaal des Landgerichts das Stück „Terror“ nach Ferdinand von Schirach gespielt. Ein Passagierflugzeug wurde von Terroristen gekapert, mit dem Ziel, einen Anschlag auf ein Fußballstadion zu verüben. Um die Menschen im Stadion zu retten, schoss der Pilot des Kampfjets das Verkehrsflugzeug ab. Nun steht der Pilot vor Gericht, weil er 164 Menschen getötet hat, um 70.000 zu retten. Das Urteil in diesem Gerichtsdrama wird vom Publikum im Theatersaal gefällt: Ist der Pilot schuldig oder unschuldig?

Der Eintritt kostet 24 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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