Intensivmedizin-Symposium setzt auf neue Formate und 500 Fachvorträge

„Dracula“ und die Organspenden

Zum 30. Intensivmedizin-Symposium erwarten die Veranstalter rund 4 700 Teilnehmer. Foto: M3B/JAN RATHKE

Bremen – Die Veranstaltung hat sich in 30 Jahren von einer kleinen Tagung für Intensivmediziner und Pflegekräfte zu einem der führenden Kongresse seiner Art in ganz Europa entwickelt: Zum Symposium Intensivmedizin und Intensivpflege werden von Mittwoch, 26. Februar, bis Freitag, 28. Februar, bis zu 4 650 Mediziner, Pflegekräfte und Mitarbeiter von Krankenhausverwaltung aus der ganzen Bundesrepublik und den Nachbarländern in den Messehallen und im Congress Centrum auf der Bremer Bürgerweide erwartet. Ein Thema ist „Dracula“.

Mehr als 500 Vorträge sowie 170 Sitzungen und Workshops zu den Themen Intensivmedizin und -pflege, Notfallmedizin, Anästhesie, Modern Campus und Krankenhausmanagement stehen auf dem Programm des dreitägigen Kongresses. Darin geht es unter anderem um neue Erkenntnisse zur Vorbeugung, Entstehung und Therapie der Sepsis, um Schmerztherapie, Kreislauf- und Atemwegsmanagement, moderne Pflegekonzepte und um juristische Probleme.

In der Vortragsreihe „Organversagen: Organspende Update 2020“ werden die Folgen der gesetzlichen Neuregelung des Transplantationsgesetzes besprochen. Demnach muss in Deutschland der Organspende zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt werden. In 23 europäischen Ländern wird dagegen jeder, der zu Lebzeiten nicht widersprochen hat, nach seinem Tod automatisch Organspender. Diese Lösung gilt auch in Österreich. „Experten aus dem Nachbarland berichten über ihre Erfahrungen aus der Praxis und nehmen gemeinsam das Thema Organspende aus medizinisch-ethischer Sicht unter die Lupe“, sagt Kordula Grimm, Leiterin des Bereiches Congress und Gastveranstaltungen bei der Messegesellschaft Bremen.

„Wir bieten auch zunehmend neue Veranstaltungsformate an, wie etwa einen Science Slam oder das literarische Quartett“, fährt Grimm fort. So beschäftigt sich das „Anästhesiologisch-Literarische Quartett“ mit Büchern aus dem Grenzbereich von Belletristik und Medizin. Mehrere Disziplinen tauschen sich zudem über ihre Sicht auf den 123 Jahre alten Roman „Dracula“ aus. Die aus dem Münster-„Tatort“ als Staatsanwältin bekannte Schauspielerin Mechthild Großmann liest vor Ort aus dem Roman.

Drei Institutionen veranstalten das Symposium gemeinsam: der Wissenschaftliche Verein zur Förderung der klinisch angewendeten Forschung in der Intensivmedizin, die Bremer HCCM Consulting-Gesellschaft und die Congress Bremen, eine Tochter der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft M3B. 2019 zählte das Symposium 4 848  Teilnehmer. 196 Aussteller präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen, 490 Referenten gestalteten Vorträge und Workshops.  je

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