Schauspielerin liest in der Villa Sponte

Dornröschen und der Sinn für Erotik

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Die Bremer Schauspielerin Cornelia Petmecky liest in der Villa Sponte.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Die Braut des Tigers“ kommt in die Villa Sponte (Osterdeich 59b). Sie erscheint dort sozusagen in Gestalt der Bremer Schauspielerin und Regisseurin Cornelia Petmecky. Sie nämlich liest dort aus dem – so die Ankündigung – „erotischen Märchen“ der Schriftstellerin Angela Carter. Termin: Sonntag, 3. September, 17 Uhr.

„In den Märchen von Angela Carter begegnen sich Frau und Mann in neuer und geheimnisvoller Weise“, heißt es auf der Homepage der Schauspielerin. „Carter hat bekannte deutsche Märchen neu geschrieben. Dornröschen, Schneewittchen und all deren Schwestern aus dem Reich der Phantasie sind erwachsen geworden und zeigen sich als Frauen mit Sinn für Erotik und Gleichberechtigung.“

In der „Braut des Tigers“ beschreibt Carter „die abenteuerliche Reise eines Mädchens“ in eine „unbekannte, beängstigende, aber auch seltsam anziehende Wirklichkeit“, sagt ein Sprecher der Villa Sponte. „Wie in einer Traumwelt erlebt die Protagonistin eine verwirrende Metamorphose, bei der sie sich mehr und mehr vom unschuldigen Mädchen, von der folgsamen Tochter zu einer erwachsenen, selbstbewussten Frau verwandelt.“ Der Eintritt zur Lesung ist frei, um Spenden wird gebeten.

Kunst und Musik in Hemelingen

Zum nunmehr 14. Mal öffnet das Bürgerhaus Hemelingen zu einem „Abend für Kunst und Musik“ – nämlich am Sonnabend, 9. September, um 19 Uhr. „Das Programm bietet Malerei von Denitsa Hristova und Musik vom Duo ,Balkan-Cello‘“, sagt der Künstler, Galerist und Organisator Martin Koroscha. Entspannte Atmosphäre, Gespräche mit Künstlern – das ist die Idee.

Bojana Tadic und Pablo Ortega haben beide an der Hochschule für Künste in Bremen studiert. Sie musizieren schon seit Jahren gemeinsam. Unter dem Namen „Balkan-Cello“ arrangieren die beiden die traditionelle Musik vom Balkan für zwei Celli und zuweilen zwei Stimmen neu – auf diese Weise entführen sie ihr Publikum „mit ihrer Klangfülle und Stimmen in eine Welt, in der Morgen- und Abendland aufeinandertreffen“, so Koroscha. Und weiter: „Sie liefern den Klangteppich für Lieder, die von Liebe und Leidenschaft, Schmerz und Sehnsucht und immer wieder auch von Heimat erzählen.“

Koroscha gibt beim Hemelinger „Abend für Kunst und Musik“ eine Einführung in die Arbeit der Künstlerin Hristova, die aus Bulgarien stammt. Ihre „intuitive Malerei“ thematisier „Verschmelzung und geänderte Perspektive“, heißt es in einer Vorschau. Koroscha: „Inspiration für ihre sinnlichen Werke, die sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion bewegen, erhält sie von Landschaften und der menschlichen Figur.“

Eintritt: zwölf Euro, ermäßigt zehn Euro.

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