Zwei Frauen in Findorff getötet / Lehrerin erstochen: Anklage gegen 21-Jährigen wegen Mordes

Doppelmörder soll in die Psychiatrie

In diesen Haus in Findorff geschah der Doppelmord.

Bremen - (gn) · Der mutmaßliche Doppelmörder zweier Frauen soll in der Psychiatrie bleiben. Bei den Taten sei er schuldunfähig gewesen sein, sagte gestern Dr. Jörn Hauschild, Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft.

Der 41 Jahre alte Verdächtige ist seit den Taten im Januar in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Im Fall der vermutlich aus verschmähter Liebe erstochenen Lehrerin hat die Staatsanwaltschaft gegen den 21 Jahre alten mutmaßlichen Täter Anklage wegen Mordes erhoben.

Der 41-Jährige soll am 11. Januar des Jahres in Findorff einer 58-Jährigen, die vom Joggen kam, gefolgt sein. Als sie an der Haustür ihrer 60 Jahre alten Nachbarin klingelte, drängte der Täter die Frauen den Ermittlungen zufolge ins Haus. Da sich die Frauen wehrten, nahm der Mann ein Messer aus der Küche und erstach die Findorfferinnen. Später gab er vor der Polizei an, er habe aus dem Haus Wertgegenstände stehlen wollen.

Die Staatsanwaltschaft, so gestern Hauschild, geht davon aus, dass der 41-Jährige die Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit beging. Statt einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe soll der Mann in die Psychiatrie kommen bzw. dort bleiben. Im Sicherungsverfahren soll ein psychiatrischer Sachverständiger hinzugezogen werden, der ein Gutachten über die bestehende Gefährlichkeit des 41-Jährigen sowie eine Gefährlichkeitsprognose abgeben soll.

In einem weiteren Fall, der die Gemüter in Bremen und dem Umland bewegte, hat die Staatsanwaltschaft gegen den 21 Jahre alten mutmaßlichen Täter Anklage wegen Mordes erhoben. Der junge Mann soll seine ehemalige Lehrerin kurz vor Weihnachten 2009 vor ihrer Wohnung in Bremen-Nord mit mehr als 20 Messerstichen getötet haben. Anschließend rief er selbst die Polizei. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sei die Schuldfähigkeit des 21-Jährigen zum Tatzeitpunkt erheblich eingeschränkt gewesen.

Wie sich im Zuge der Ermittlungen herausgestellt hatte, hatte der Angeklagte der 35 Jahre alten Lehrerin seit Monaten nachgestellt und ihr mitgeteilt, er wolle eine Liebesbeziehung mit ihr eingehen. Die Frau hatte die Schulleitung informiert.

Am Tattag steckte er u.a. zwei Messer ein und befestigte einen Peilsender an ihrem Wagen, wie die Polizei ermittelte. Der 21-Jährige verlangte von der Frau, ihn mit in ihre Wohnung zu nehmen, wo er sie mit einem Katalog von mehreren tausend Fragen konfrontieren wollte. Die Frau wehrte sich und rief um Hilfe. Als ihr ein Passant zu Hilfe eilen wollte, tötete der Ex-Schüler die Lehrerin mit mehr als 20 Messerstichen.

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