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Doku über Patientenmörder Högel: Radio Bremen zeigt vierteilige Serie

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Von: Bjarne Kommnick

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Die unfassbar schreckliche Geschichte des verurteilten Krankenpfleger Niels Högel wurde verfilmt. Radio Bremen zeigt die vierteilige Dokumentation.

Bremen – Radio Bremen zeigt eine vierteilige Dokumentation über die Geschichte des verurteilten Krankenpflegers Niels Högel. Die in Koproduktion mit Sky Deutschland entstandene Serie werde unter dem Titel „Schwarzer Schatten - Serienmord im Krankenhaus“ veröffentlicht. Ab dem Montag, 9. Mai, ist sie in der ARD-Mediathek verfügbar, wie der Sender am Donnerstag mitgeteilt hatte.

RadionetzwerkRadio Bremen
Gründung1945
IntendantinYvette Gerner
Teil der ARD1950

Vierteiler-Doku über verurteilten Krankenpfleger: Live im TV am 16. Mai um 22.50 Uhr

Auch im Fernsehen werde die Serie ausgestrahlt. Das Erste zeigt am 16. Mai um 22.50 Uhr im Rahmen der „Story im Ersten“. Das Landgericht Oldenburg hatte den ex-Krankenpfleger Högel 2019 in 85 Fällen wegen Mordes an Patienten des Klinikums Oldenburgs zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. In dem Verfahren hatten die Richterinnen und Richter eine besonders schwere Schuld der Tat festgestellt.

Klinikum Oldenburg.
In der Klinik in Oldenburg hat der Krankenpfleger Niels Högel mindestens 85 Menschen getötet. © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Denn wie aus Ermittlungskreisen bekannt wurde, könnte es sich bei den 85 gestorbenen Personen nur um die Spitze des Eisberges gehandelt haben. Für die Dokumentation hätte man sich auch mit Oliver Lenz, einem Ermittler der ersten Stunde dieses Falles, ausgetauscht.

Dokumentation über verurteilen Krankenpfleger Niels Högel: Geschichte wird realistisch rekonstruiert

Jede Folge gehe rund 50 Minuten. In jedem Teil werde Stück für Stück rekonstruiert, wie es zu den vielen Morden kommen konnte. In der Serie sollen auch Überlebende und Angehörige zu Wort kommen. Auch die wörtliche Wiedergabe der Vernehmung bei der Polizei werde dargestellt.

Dabei wolle sich die Doku auch mit der Frage befassen, wie Krankenhäuser auf diesen Fall reagieren müssten, damit sich so etwas nicht wiederholen kann. Seit Februar müssen sich sieben ehemalige Vorgesetzte von Högel vor Gericht verantworten, unter anderem wegen des Vorwurfs des Totschlags durch Unterlassen sowie der Beihilfe zum Totschlag durch Unterlassen. Auch Serienmörder Högel selbst äußerte sich umfassend zu der Tat und sagte gegen seine ex-Vorgesetzen aus. (mit dpa-Material)

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